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Krimitage auf der Zielgeraden: Gäste wollen Fortsetzung

Sieben Autoren demonstrieren in der Kriminacht die Vielfalt des Genres -
Zum Abschluss gibt es heute drei Lesungen für Schüler

Netzschkau. Die Vogtländischen Krimitage sind auf der Zielgeraden. In der Kriminacht am Samstag kamen im Netzschkauer Schloss sieben Autoren der verschiedensten Sparten zum Zuge und begeisterten die Krimifreunde, die in familiärer Atmosphäre auch mit den Autoren ins Gespräch kommen konnten. So standen auf den ausgefüllten Fragenbögen zur Kriminacht durchweg gute Noten. Regine Heimer aus Plauen lobte "die ausgewogene Mischung, die Atmosphäre im Schloss, die liebevolle Dekoration" und besonders die Lesung von Kai Leuner. Auf vielen Zetteln stand als Wunsch die 6. Kriminacht im nächsten Jahr. Manche bedauerten, dass sie nicht alle Autoren hören konnten, denn in den drei ersten Staffeln hatten die Gäste die Qual der Wahl und mussten sich zwischen jeweils vier Lesungen entscheiden.

"Mehr Publikum" wünschte sich eine der Zuhörerinnen und sprach damit dem Veranstalter aus dem Herzen. Die Kriminacht musste in diesem Jahr mit einer ungewöhnlichen Vielzahl anderer Angebote konkurrieren. Andere fanden hingegen gerade die etwas geringere Gästezahl positiv, weil dadurch alles entspannter wirkte. Tatjana Kruse hatte mit ihrer humorvollen Lesung am Ende die Lacher voll auf ihrer Seite. Noch während ihrer Rückreise mit der Bahn schrieb die Autorin: "Vielen Dank für diese wunderbare Kriminacht in Netzschkau! Die kompetente Organisation, die überaus herzliche Gastfreundschaft des ganzen Teams, die liebevolle Ausgestaltung, die fröhliche Atmosphäre - ich bin noch ganz begeistert." Sie hofft, dass auch künftig Mittel und Wege gefunden werden, um das Projekt Vogtländische Krimitage weiterzu- führen. Als persönliche Unterstützung des Projektes verzichtete sie spontan auf ihre Fahrtkosten, die aufgrund der Entfernung zwischen Netzschkau und Schwäbisch Hall nicht ganz gering sind.

Heute enden die Vogtländischen Krimitage mit drei Lesungen für Schüler, zu denen der Kinderbuchautor Fabian Lenk erwartet wird. Nach der Lesung für die sechsten Klassen der Mittelschule Netzschkau rücken die fünften Klassen des Goethe-Gymnasiums im Schloss ein. Sie erleben einen Projekttag mit Lenks Zeitdetektiven und betätigen sich mit den Mitarbeitern des Natur- und Umweltzentrums Oberlauterbach • als Umweltdetektive. Ab Dienstag überlassen die Täter im Geiste das Terrain wieder den echten Verbrechern. Eine Veranstaltung in Oelsnitz wurde aus organisatorischen Gründen abgesagt.

Freie Presse 14.06.2010

 


 

 

Bei den Krimitagen fließt echtes Blut

Netzschkau. Bei den Vogtländischen Krimitagen ist auch in diesem Jahr echtes Blut geflossen - im Rahmen einer Sonderblutspendeaktion anlässlich des Weltblutspendetages. Mit 42 abgenommenen Konserven waren sowohl Antje Dombrowski vom DRK-Blutspendedienst als auch die Gastgeber vom Förderverein Schloss Netzschkau zufrieden. Unter den Freiwilligen befanden sich zehn Erstspender. Insgesamt 15 Personen ließen sich für eine Knochenmarkspende typisieren. Sie folgten dem Hilferuf des DRK-Blutspendedienstes, der immer noch nach einem geeigneten Knochenmarkspender für die 14-jährige Frauke aus Kottengrün susht. Die Zahl blieb etwas hinter den Erwartungen zurück, denn für die Typisierung waren extra zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt.

Freie Presse 14.06.2010

 


 

 

Fünfte Kriminacht im alten Schloss

Netzschkau. Mit der fünften Kriminacht im Schloss Netzschkau werden am Samstag die Vogtländischen Krimitage 2010 offiziell beendet. Bereits von 10 bis 14 Uhr findet im Schloss eine Sonderblutspendeaktion statt. Blutspender können ohne Stress den kostbaren Saft zapfen lassen und anschließend die Sonderausstellungen besichtigen. Nachdem echtes Blut geflossen ist, beginnt um 18 Uhr die Veranstaltung für die "Täter im Geiste".

Auch diesmal wurden sieben Autoren eingeladen, die in drei Staffeln und einer Podiumslesung ihre kriminellen Werke vorstellen. Während der Staffeln können 'die Gäste selbst entscheiden, welchem der Autoren sie begegnen wollen. Die Vielfalt ist dabei kaum zu übertreffen. Im Erdgeschoss wird zum Beispiel Kai Leuner aus seinen Politik-und Wirtschafts-Thrillern lesen. Der nahe Dresden lebende Staatsanwalt hat bereits für seinen Debütroman um Rache, Verrat und Intrigen in der Szene überaus gute Kritiken erhalten. Die Abschlusslesung im Podium gestaltet diesmal Tatjana Kruse. Die Schwäbin mordet unter dem Motto "Hauptsache eine saubere Leiche" . Sie gilt laut Focus als "Ladykracher unter den Krimi-Comedians".

Wochenspiegel 09.06.2010

 


 

 

 

Blasmusik im Lokschuppen Adorf

Vogtländischer Eisenbahnverein -
Tag der offenen Tür mit Musik, Technik und Lesung

Adorf - Zu einem "Tag der offenen Tür" präsentierte der Vogtländische Eisenbahnverein Adorf am Samstag in bewährter Weise historische Schienenfahrzeuge und nostalgische Eisenbahnraritäten. Außerdem sorgten zur Saisoneröffnung am Bahnbetriebswerk zunächst die "Original Hirschsteiner Musikanten" aus Reichenbach für eine Stimmung im Lokschuppen, bevor am Abend innerhalb der Vogtländischen Krimitage eine Lesung stattfand. Dazu war der Nürnberger Autor Jan Beinßen zu Gast, der aus seinem Buch "Herz aus Stahl" las, einem Krimi über den mysteriösen Brand im Bahnbetriebswerk Nürnberg vor fünf Jahren. Bald lädt der Vogtländische Eisenbahnverein wieder ein, dann nämlich, wenn am 24. und 25. Juli das 15-jährige Vereins Jubiläum und am 12. September zum Tag des offenen Denkmals eine Veranstaltung zum Thema "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr" auf dem Programm stehen.

Vogtland-Anzeiger 08.06.2010

 


 

 

Sieben Autoren locken ins Schloss

Abschluss der Vogtländischen Krimitage in Netzschkau
mit Lesungen in drei Staffeln und einer Podiumsdiskussion



Netzschkau. Am Samstag, 18 Uhr findet im Netzschkauer Schloss die 5. Kriminacht als offizieller Abschluss der Vogtländischen Krimitage 2010 statt. Wie bereits in den Vorjahren werden sieben Autoren erwartet, die ihr kriminelles Schaffen in drei Staffeln und einer Podiumslesung vorstellen. Während der Staffeln können die Gäste selbst entscheiden, welchen der Autoren sie näher kennen lernen wollen.

Die Vielfalt ist kaum zu übertreffen. Der nahe Dresden lebende Staatsanwalt Kai Leuner hat bereits für seinen Debütroman um Rache, Verrat und Intrigen in der Szene überaus gute Kritiken erhalten. Sein Ende 2009 erschienener zweiter Politik- und Wirtschafts-Thriller beschäftigt sich erneut mit Verstrickungen von Politikern, kriminellen Subjekten und Ermittlern. Die aus dem Vogtland stammende Theologin, Autorin und Lektorin Bettine Reichelt hat kriminelle Geschichten aus der Bibel in die Gegenwart geholt. Ihre Kurzkrimis um Diebstahl, Brudermord, Entführung oder Ehebruch sind aktueller denn je.

Noch aktueller kommt Edi Graf daher. Der Afrika-Spezialist hat einen Krimi geschrieben, der sich um das erste Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft dreht. Das findet bekanntlich am Folgetag statt. Der gebürtige Reichenbacher Sven Dietrich stellt seinen "Grenzgänger" vor, der überwiegend in Tschechien, Reichenbach und Zwickau spielt. Frank Goyke, Spezialist für historische Krimis, lässt keinen geringeren als Theodor Fontane ermitteln. Vor der Kulisse der Sonderausstellung "Inszenierungen des Rechts in der DDR" liest der Chefreporter der Volksstimme Magdeburg von ihm recherchierte Kriminalfälle, die sich allesamt in der DDR zugetragen haben. Die Abschlusslesung im Pqdi-um gestaltet Tatjana Kruse. Die Schwäbin gilt laut Focus als "Ladykracher unter den Krimi-Comedians". Sie wird die Gäste mit humorvollen Kurzkrimis in die Nacht entlassen.

In den Pausen ist die Besichtigung der Ausstellungen im Schloss möglich. Außerdem können Bücher gekauft werden, die die Autoren gern signieren. Bereits am Vormittag fließt im Netzschkauer Schloss echtes Blut - bei der Sonderblutspendenaktion anlässlich des Weltblutspendetages.

Freie Presse 07.06.2010

 


 

 

Am Ende der Krimitage fließt Blut im Schloss

Netzschkau - Samstag, 12. Juni, 10 bis 14 Uhr: Zum Abschluss der vogtländischen Krimitage auf Schloss Netzschkau fließt dort Blut - anlässlich des Weltblutspendertages. Die DRK-Blutspende findet in Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Schlosses statt. Bitte zum Spenden den Personalausweis mitbringen! Gruselschminken, Armbrustschießen, Bastelaktionen erwarten die jugendlichen Begleiter. Für Blutspender gibt es eine kostenlose Führung durch die Sonderausstellungen des Schlosses und den Rucksack in limitierter Edition der Sommeraktion des DRK-Blutspendedienstes. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Am 14. Juni wird der 7. Weltblutspendertag begangen. Der Aktionstag soll Menschen an das wichtige Thema erinnern und zur Blutspende aufrufen. ■ www.blutspende.de

Vogtland-Anzeiger 05.06.2010

 


 

 

Mord und Totschlag im Schloss Netzschkau

Krimitage – Offizieller Abschluss

Netzschkau - Die 5. Kriminacht im Schloss Netzschkau am 12. Juni bildet den offiziellen Abschluss der Vogtländischen Krimitage 2010. Am 14. Juni findet noch ein Projekttag mit den fünften Klassen des Goethe-Gymnasiums Reichenbach und eine Lesung für sechste Klassen der Mittelschule Netzschkau statt. Dazu wird der Kinderbuchautor Fabian Lenk erwartet. Den Projekttag gestaltet außerdem das Natur- und Umweltzentrum Oberlauterbach mit.

Der Samstag beginnt um 10 Uhr im Schloss mit einer Sonderblutspendeaktion anlässlich des Weltblutspendetages. Nachdem echtes Blut geflossen ist, beginnt um 18 Uhr die Veranstaltung für die "Täter im Geiste". Wie bereits in den Vorjahren, wurden auch diesmal sieben Autoren eingeladen, die in drei Staffeln und einer Podiumslesung ihre kriminellen Werke vorstellen. Während der Staffeln können die Gäste selbst entscheiden, welchem der Autoren sie begegnen wollen.

Im Erdgeschoss wird Kai Leuner aus seinen Politik- und Wirtschafts-Thrillern lesen. Der bei Dresden lebende Staatsanwalt hat bereits für seinen Debütroman um Rache, Verrat und Intrigen überaus gute Kritiken erhalten. Der Ende 2009 erschienene Thriller „Kardinalfehler" beschäftigt sich mit Verstrickun- gen von Politikern, kriminellen Subjekten und Ermittlern. In der ersten Etage lesen Bettine Reichelt und Edi Graf. Die aus dem Vogtland stammende Theologin, Autorin und Lektorin hat kriminelle Geschichten aus der Bibel in unsere Zeit geholt. Dabei wird deutlich: Die Geschichten um Diebstahl, Brudermord, Entführung oder Ehebruch sind aktueller denn je.

Edi Graf hat einen Krimi geschrieben, der sich um das erste Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika dreht. Und das findet bekanntlich erst am Folgetag statt. In der zweiten Etage stellt Sven Dietrich aus Zwickau seinen "Grenzgänger" vor, der überwiegend in Tschechien, Reichenbach und Zwickau spielt. Das Ofenzimmer wird zum Tatort für einen Spezialisten historischer Krimis. Frank Goyke lässt dabei keinen geringeren als Theodor Fontane ermitteln. Im Bose-Zimmer unter dem Dach liest der Chefreporter der Volksstimme Magdeburg von ihm recherchierte Kriminalfälle, die sich allesamt in der DDR zugetragen haben. Im gleichen Raum befindet sich die Ausstellung "Inszenierungen des Rechts in der DDR". Die Abschlusslesung im Podium gestaltet diesmal Tatjana Kruse. Die Schwäbin mordet unter dem Motto "Hauptsache eine saubere Leiche".

Vogtland-Anzeiger 05.06.2010

 


 

 

 

Mit dem Ferkeltaxi zum "Tatort Ringlokschuppen"

Vogtländische Krimitage machen heute erstmals in Adorf Station

Adorf. Die „Vogtländischen Krimitage" des Fördervereins Schloss Netzschkau machen am Samstag erstmals in Adorf Station. Der Vogtländische Eisenbahnverein Adorf lädt anlässlich des Bahnhbetriebswerkfestes zum "Tatort Ringlokschuppen" ein. Durch die Lesung des Nürnberger Krimi-Autors Jan Beinßen wird eine Verbindung zum abgebrannten Ringlokschuppen des Verkehrsmuseums in der Mainmetropole hergestellt.

Beinßens Buch „Herz aus Stahl" handelt von einer Nürnberger Industriellenfamilie, deren Schicksal auf kriminelle Art und Weise mit dem verheerenden Brand zu tun haben soll, bei dem der legendäre "Adler" und andere historische Schienenfahrzeuge zerstört wurden. Da am Ringlokschuppen Adorf keine Parkmöglichkeiten vorhanden sind, beginnt die Veranstaltung um 18 Uhr mit einem Transfer vom Bahnhof Adorf. Ein Ferkeltaxi bringt die Gäste zum Tatort und auch wieder zurück.

Im ehemaligen Bahnbetriebswerk bieten Mitglieder des Eisenbahnvereins Führungen an. Die Ausstellungen zur Eisenbahngeschichte sowie eine Modelleisenbahnausstellung können besichtigt werden. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgen die Hirschsteiner Musikanten. Als Ehrengast wird jener Lokführer erwartet, der im Oktober 2005 den Brand entdeckt und gemeldet hat. Karten zu 15 Euro (Ermäßigte 12 Euro, Kinder bis zu 12 Jahren haben freien Eintritt) gibt es heute ab 17.30 Uhr am Bahnhof Adorf. Im Kartenpreis enthalten sind der Transfer, die Führungen und Ausstellungsbesichtigungen, die Lesung und die Musik. Nähere Infos gibt es im Internet unter www.krimitage-vogtland.de

Blick 05.06.2010

 


 

 

Mit dem Drahtesel auf Mörderjagd

Krimitage im Vogtland
Hobbykriminalisten sind mit Autorin
Maren Schwarz im Burgsteingebiet unterwegs

Krebes - Mysteriöse Ereignisse überschatteten das vergangene Wochenende: drei "Leichen" im Burgsteingebiet. Doch wer ist der "Mörder"? Diese Frage stellten sich am Samstag elf Hobbykriminalisten und machten sich mit dem Fahrrad auf Spurensuche. Von Pirk ging es über Geilsdorf nach Ruderitz, Hinweise führtetn die Ermittler bis zur Burgsteinruine, dem Tatort des Krimis "Dämonenspiel" von Maren Schwarz.

Die Autorin Schwarz hat das Burgsteingebiet zum Schauplatz gemacht. Seit zehn Jahren schreibt die Vogtländerin Krimis: Ein Ausflug zur Burgsteinruine brachte die aus Rodewisch Stammende auf die Idee, die Ruine in einen Roman einzubauen. Schwarz: "Ich fand die Kulisse so schön und romantisch, wie gemacht, um darüber zu schreiben." 2005 erschien das Buch "Dämonenspiel", vergangenen Samstag las Maren Schwarz innerhalb der Vogtländischen Krimitage Auszüge direkt in der Ruine. Organisiert werden die Krimitage vom Förderverein Schloss Netzschkau.

In Zusammenarbeit mit dem Verein Burgstein erLeben und dem Radkulturzentrum Vogtland fand die Tatort-Tour Burgstein statt. Mit dem Fahrrad ging es mit der Autorin zu den Schauplätzen an denen der Romanheldin Bianca Büchner unheimliche Dinge widerfahren. Deren Freundin Pia wird in Ruderitz tot gefunden, Pias Mann stirbt bei einem fingierten Ver-kehrsunfall und Bianca Büchner steht unter Mordverdacht. Mörder oder Opfer? "Also ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, Bianca ist ebenfalls Krimiautorin und muss erkennen, dass der Mörder ihrer Freunde sich ihr neuestes Manuskript zur Vorlage seiner Taten genommen hat", so Maren Schwarz.

Nach der Radtour wurde sie dann etwas genauer und gab einige Passagen aus ihrem Kriminalroman zum Besten. Sechs Bücher hat Maren Schwarz bereits veröffentlich, hinzu kommen Kurzgeschichten und der siebente Roman ist in Arbeit. "Das Buch wird 'Abgrundtief' heißen und ist ein Nachfolger von ,Maienfrosf, die Handlung spielt auf Rügen." Noch bis 19. Juni laufen die Krimitage Vogtland, Höhepunkt wird die große Kriminacht im Schloss Netzschkau am 12. Juni sein. Insgesamt acht Autoren wollen ihren Zuhörern das Gruseln lehren, Beginn ist 18 Uhr, vorher fließt ab 10 Uhr Blut: eine Sonderblutspendeaktion des DRK im Schloss. www.krimitage-vogtland.de

Vogtland-Anzeiger 01.06.2010 (Text: Juliane Seiler)

 


 

 

Drei Ausstellungen zu den Krimitagen

Schloss Netzschkau | Karikaturen und Zeichenwettbewerb

Netzschkau - Zwei Drittel der beliebten Vogtländischeri Krimitage sind bereits mit sehr guter Resonanz gelaufen. Aus organisatorischen Gründen wurde die Grusel-Lesung im Schloss Voigtsberg am 19. Juni abgesagt. Seit wenigen Tagen sind drei Sonderausstellungen im Netzschkauer Schloss zu sehen.

Zur Karikaturenausstellung mit Werken von Jörg Halsema und zu den Arbeiten der Grundschüler im Rahmen des Mal- und Zeichenwettbewerbes kam die Wanderausstellung "Inszenierungen des Rechts. Schauprozesse, Medienprozesse und Prozessfilme in der DDR". Diese Ausstellung wurde von Prof. Dr. Klaus Marxen vom Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin erstellt.

Die Ausstellung befasst sich juristisch-zeithistorisch mit modernen Formen der medialen Aufbereitung des Rechts am Beispiel der DDR. Folgende Themen werden unter anderen behandelt.

  • Schauprozesse als "Klassenkampf von oben"
  • Der RIAS-Prozess: Todesurteil auf Anweisung
  • Schauprozesse und Justizfilme klagen die "faschistische" Bundesrepublik an
  • Justizkritik im DEFA-Film: "Das Kaninchen bin ich"
  • Kriminalität im Sozialismus: "Der Staatsanwalt hat das Wort"
  • Alltagsrecht als Unterhaltung: Mediale Rechtsberatung in der späten DDR
  • Selbstdarstellungen der DDR-Justiz in der Zeit der friedlichen Revolution

Alle Ausstellungen können bis zum 14. Juni zu den Öff-nungszeiten des Schlosses besichtigt werden - und zwar samstags, sonntags und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr, au-ßerhalb der Öffnungszeiten können Gruppenführungen auf Voranmeldung durchgeführt werden. Die Karikaturenausstellung wird möglicherweise verlängert.

Vogtland-Anzeiger 01.06.2010

 


 

 

Schulpreis geht nach Netzschkau

Gewinner des Mal- und Zeichenwettbewerbs
zum Thema "Dem Abenteuer auf der Spur" stehen fest

Netzschkau. Die Preisträger des Mal- und Zeichenwettbewerbs der Grundschulen der Bildungsagentur Zwickau zum Thema "Dem Abenteuer auf der Spur" stehen fest: Bei der Auszeichnungsveranstaltung vorgestern im Netzschkauer Schloss wurden die Preisträger geehrt. Dabei ging der Schulpreis an die Netzschkauer Grundschule, die den größten Teil der Arbeiten eingereicht hat. Die Netzschkauer Schüler dürfen sich über Bälle, Bausteine und anderes Spielzeug freuen.

Vollzählig erschienen war die Klasse drei der Grundschule Steinberg, die für ihren Ratekrimi einen Gruppenpreis erhielt. Außer Urkunde erhielten die Schüler einen Gutschein für ein gemeinsames Pizzaessen. Die meisten Jury-Stimmen hatte eine Gemeinschaftsarbeit von je zwei Schülern der Netzschkauer Grundschule und der Friederike-Caroline-Neuber-Grundschule erhalten. Die Drittklässler haben ein sehr kreatives Modell eines Abenteuerspielplatzes gebaut.

Als Gast war der Mylauer Karikaturisten, Trickfilmzeichner und Illustrator Jörg Halsema gekommen: "Ich bin froh, dass ich nicht der Jury war, denn hier hängen sehr viele schöne Arbeiten", lobte der Künstler die Schüler. Ihm gefiel besonders eine Kollektion farbiger Bilder der Netzschkauer Schule, die ihn an sein Mitwirken als Trickfilmzeichner bei der Sandmann-Serie „Das Wiesenspektakel" erinnerten.

SERVICE

Die Ausstellung:
Die Ausstellung zum Mal- und Zeichenwettbewerb ist noch bis zum 13. Juni im Schloss Netzschkau zu sehen. Das Schloss ist samstags, sonntags und an Feiertagen, 13 bis 17 Uhr, geöffnet. Die Gäste können sich an der Wahl des Besucherpreises beteiligen. Wer die meisten Stimmen erhält, bekommt nach dem Ende der Ausstellung den Preis.

Die Preisträger:
1. und 2. Klassen: 1. Platz Michelle Knappe, 2. Platz Lisa Reiher, 3. Platz Lisa-Marie Rudolph, 4. Platz Angélique Bergner, 5. Platz Sarah Fritzsche (alle Grundschule Netzschkau). 3. und 4. Klassen: 1. Platz Gruppenarbeit von Florian Dölz, Justin Horlbeck (Netzschkau), Tim Kotzlaida, Nic-las Preininger (Neuber), 2. Platz Max Kummer (Netzschkau), 3. Platz Manja Müller (Dittesgrundschule Reichenbach), 4. Platz Marcel Morgner, 5. Platz Liesa Schröder (beide Netzschkau), Gruppenpreis: Lorina Böhm, Berit Böhme, Emilian Bretsçhnei-der, Bennet Flade, Simon Glawe, Jannik Günther, Max Hochmuth, Anton Kunz, Kevin Mothes, Lenny Preiß, Anni Rolle, Kevin Schebsdau, Eric Schlesinger, Sebastian Wappler, Celina Wierscher, Jenny Kolbenschlag (Grundschule Steinberg), Schulpreis: Grundschule Netzschkau. Ein Teil der Preise wurde von "Freie Presse" zur Verfügung gestellt.

Freie Presse 29.05.2010

 


 

Ex-Strafrichter gesteht: "Ich habe auch gerne eingesperrt"

Vogtländische Krimitage im Auerbacher Amtsgericht: Rüdiger Warnstädt liest aus seinen Büchern - Eine ironisch pointierte Ein-Mann-Show

Auerbach. Rüdiger Warnstädt hat sie sich genommen: Die, wie er sagt, "Freiheit des etwas aufplusternden Betragens". Anders ausgedrückt: seine Volksnähe. 25 Jahre hat Berlins bekanntester Strafrichter diesem Freiheitsdrang auch im Kriminalgericht Moabit nachgegeben und etwa 8000 Verhandlungen Lebendigkeit eingehaucht. Kostproben jener bühnenreifen Auftritte verteilte der seit 2003 schreibende Unruheständler während einer Lesung im Auerbacher Amtsgericht. Dort machten am Mittwoch die Vogtländischen Krimitage Station.

Seine randvoll mit Biografischem und eigenen Fällen bepackten Werke "Recht so", "Was spricht er, Herr Richter?", "Ortstermine" und "... immer wieder Warnstädt" vor sich aufgebaut, die etwas flügellahm wirkende, weil häufig benutzte Fliege am Hemdkragen befestigt - und schon ist der Ex-Staatsdiener lesefertig. Doch nein, Lesen sei gar nicht sein Ding, eher erzählen, schickt er als Vorwarnung voraus.

Und dann wirft Warnstädt doch hin und wieder einen Blick in seine Lektüre, als Grundlage seiner Inszenierung von Dialogen aus Gerichtsakten. Ironisch, pointiert und mit viel Berliner Lokalkolorit stellt er als Ein-Mann-Show die Verhandlungsatmosphäre nach. Das geradezu an seinen Lippen klebende Publikum wird unter anderem mit Zeugin "Gerda" und ihrem "Entbindungsgesuch" bekannt gemacht, Warnstädt schildert am Beispiel einer gestohlenen Tomate, dass es seiner Meinung nach notwendig ist, zeitnah Recht zu sprechen und beichtet: "Ladendiebstähle waren meine liebsten Fälle. Es wird immer dasselbe geklaut, meist Strumpfhosen aus der Auslage." Berühmt gemacht habe ihn jedoch ein unerwartet ausgefallenes Exhibitionisten-Urteil, erzählt der 72-Jährige.

Die Bodenhaftung zu behalten, bedeutet für Warnstädt vor allem, Juristen-Deutsch in eine verständliche Sprache zu übersetzen. Zudem arbeite ein Richter "nicht für die Akten". Seine Aufgabe sei es, Recht im Namen des Volkes zu sprechen. Es waren also die kleinen Freiheiten, die er sich nahm: "Ich habe mich gerne so verhalten, wie ich es für richtig hielt. Egal, was andere so denken." Dazu zählte, im Gerichtssaal "immer gütig zu gucken". Auf seine Haftpraxis färbte das jedoch nicht ab. Warnstädt: "Ich habe auch gerne eingesperrt."

Volksnähe spielt in Auerbach eine nicht minder wichtige Rolle. "Es macht Freude, Richter zu sein", betont Amtsgerichtsdirektorin Inge Bahlmann, die den Abend gemeinsam mit dem Förderverein Schloss Netzschkau organisierte. "Wir wollen nah am Menschen sein und nach Möglichkeit von der Bürokratie wegkommen." Strafrichter Bernd Fischer konstatiert, dass Warnstädt "mit Leib und Seele in der Materie steckt. Er geht gerne ins Schauspiel, aber jeder hat seinen eigenen Stil." Auch er bevorzuge eine lockere Atmosphäre. "Damit erreicht man mehr. An ein gewisses Prozedere müssen wir uns aber halten."

Freie Presse 28.05.2010 (Sylvia Dienel)

 


 

Improvisation und Krimis im Gärtnerhaus

Der Münsteraner Künstler Roger Trash
entführt Gäste in den amerik. Untergrund

Mylau. Roger Trash aus Münster hat am Sonnabend einen literarisch-musikalischen Abend im Mylauer Gärtnerhaus bestritten. Im Rahmen der Vogtländischen Krimitage stellte er die „Hard-Case-Crime“-Reihe des Rotbuch-Verlages vor. Dabei las er aus mehreren Krimis und improvisierte dazu auf der Gitarre. Sein kurzer Aufenthalt im Vogtland, bei dem er das Museum auf der Burg Mylau und die Lengenfelder Künstlerin Tanja Pohl in ihrem Atelier besuchte, inspirierte in zu kurzen Liedern zur Schönheit der Burg, wo er mehrere Hochzeitsgesellschaften begegnete. Zur Lesung am Abend stimmte er einen Lobgesang auf das Heiraten im historischen Ambiente an. Selbst der Fußballkrimi von Bayern am Abend fand Eingang in ein Musikstück. Roger Trash hatte sich vor Beginn der Veranstaltung noch gewundert, dass trotz des Fußballs kein Platz im Gärtnerhaus frei geblieben ist. Das Publikum des Abends bestand aus Stammgästen des Gärtnerhauses Mylau und Freunden der Krimitage im Vogtland.

Die Meinungen zu den gelesenen Texten gingen weit auseinander. „Ich finde es authentischer, wenn ein Autor aus seinen Werken vorliest“, meinte Simone Thiele aus Reichenbach. Ausgerechnet das ist jedoch bei der aus den USA stammenden Buch-Reihe unmöglich, zumal einige der Autoren wie Robert Bloch („Psycho“), oder Ed McBain (Vorlage für den Hitchcock-Thriller „Die Vögel“) bereits verstorben sind. Während in den USA Mickey Spillanes Bücher über 200 Millionen Mal verkauft wurden, ging am Sonnabend kein einziges Exemplar des 2006 verstorbenen Autors über den Tisch.

Einige fanden die Texte zu brutal, obwohl Roger Trash eher weniger brutale Stellen ausgewählt hatte. Anderen waren die Bücher nicht gruselig genug. Eine Besucherin meinte: „Es war anders als erwartet, aber ein schöner Abend.“ Der Sänger, Schauspiele, Autor und selbst ernannte „Erlebnismillionär“ hat es verstanden, das Publikum mit Ironie und Witz mitzureißen. In das positive Urteil eingeschlossen war auch die liebevolle Betreuung durch die Gärtnerhaus-Besitzer Sabine und Hans Fischer, die sich um die kulinarischen Köstlichkeiten einschließlich einer Pfanne „Tote Oma“ (Blut vom Schwein) kümmerten und kaum etwas von der Lesung mitbekamen. Dafür hat Roger Trash sich in das Gärtnerhaus verliebt und einen längeren Besuch zur weiteren Erkundung des Vogtlandes in Begleitung seiner Freundin angekündigt.

Vogtland Anzeiger 24.05.2010

 


 

 

"Inszenierungen des Rechts"

Wanderausstellung beleuchtet Verhältnis von Justiz und Medien in der DDR

Netzschkau. Im Schloss Netzschkau kann ab sofort die Ausstellung "Inszenierungen des Rechts" besichtigt werden. Auf zwölf Schautafeln befasst sich die Ausstellung dabei mit der "medialen Aufbereitung des Rechts am Beispiel der DDR". Einige Tafeln befassen sich mit Schauprozessen als "Klassenkampf von oben", beleuchten den so genannten RIAS-Prozess und betrachten die Selbstdarstellung der DDR-Justiz in den Tagen der friedlichen Revolution.

Konzipiert wurde die Ausstellung von Professor Klaus Marxen vom Lehrstuhl Strafrecht, Strafprozessordnung und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität in Berlin. Sie wurde erstmals vom Oktober bis Dezember 2006 in Berlin gezeigt. Anlässlich der Schau ist ein gleichnamiger Sammelband er-schienen. Er ist im Buchhandel erhältlich.

Freie Presse 21.05.2010
(Text: Karsten Diekmann, Foto: Franko Martin)

 


 

Kriminelle Machenschaften im heimischen Wohnzimmer

Ungewöhnliche Lesung trifft Nerv der Krimifreunde - Rund 20 Teilnehmer
Noch Karten für "Tatort-Tour" Burgstein am 2. Mai erhältlich


Reichenbach. Eine Buchlesung im Wohnzimmer - die Vogtländischen Krimitage machen selbst vor so außergewöhnlichen Veranstaltungsorten nicht halt. Sibylle Scholz aus Reichenbach hatte sich für die Lesung beworben und gewonnen.

Pünktlich erschien Freitagabend Rolf Thum aus Hockenheim, wäh-rend die Gäste in der Küche standen und sich Mixgetränke mit kriminellen Namen zaubern ließen - von "herumlungernden Barkeepern", wie auf der eigens gefertigten Getränkekarte zu lesen war. Da gab's Cocktails mit den Namen Schierlingsbecher, Jungfrauenblut oder Blutrausch.

Während die Gastgeberin die Besucher begrüßte, letzte Handgriffe am Büfett erledigte und mit einem kritischen Blick in die Backröhre nichts anbrennen ließ. Schon frühmorgens hatte sie mit Helfern die Wohnung umgeräumt. Nur Kinder-und Schlafzimmer blieben unberührt. Für das Wohnzimmer wurde nach Sitzgelegenheiten gefahndet, damit die rund 20 Gäste Platz fanden. "Eigentlich habe ich ein großes Wohnzimmer, jetzt erscheint es mir auf einmal klein", gestand die Gastgeberin aufgeregt. Doch spätestens nach der Pause, als sich alle gestärkt und das Büfett gelobt hatten, fiel die Spannung ab.

Rolf Thum hielt, was er versprochen hatte. Er stellte seinen Tangokrimi vor, plauderte über sich und seine Hobbys und erwies sich als profunder Kenner der Tangoszene. Eine kriminelle Kurzgeschichte entführte die Gäste in seine Heimat Hockenheim und erlaubte einen Einblick in die kurpfälzische Mentalität, die gar nicht so weit von der vogtländischen entfernt schien. Die Realsatiren gefielen dem Publikum, auch einige Ausflüge in den Kurpfälzer Dialekt kamen den Vogtländern irgendwie bekannt vor. Das Wohnzimmer erwies sich als idealer Ort, um nicht nur die Bücher, sondern auch den Autor selbst kennen zu lernen. In der Pause und nach der Lesung wurden dem Autor Fragen gestellt und diskutiert. "Das war richtig gut", lobte Antje Teubert-Bauch. Rolf Thum bestritt am Samstag gemeinsam mit seiner Frau Christine und dem Trio TaBeBo den "Criminal Tango" im Schloss Netzschkau.

Freie Presse 18.05.2010

 


 

Jungfrauen-Blut und Pistolen-Nudelsalat

Privates Wohnzimmer wird zur Lesebühne für Krimis

Reichenbach. Rund 20 Gäste waren der Einladung von Sibylle Scholz aus Reichenbach für die Wohnzimmerlesung im Rahmen der Vogtländischen Krimitage gefolgt. Vier Krimifreundinnen aus dem Vogtland hatten ihr Interesse an der Veranstaltung beim Förderverein Schloss Netzschkau angemeldet. Die Bewerbung der Reichenbacherin hatte per Losentscheid gewonnen. "Ich habe von derartigen Wohnzimmerlesungen bei der Criminale, dem größten Krimifestival im deutschsprachigen Raum gehört. Rolf Thum wollte ohnehin das Himmelfahrtswochenende im Vogtland verbringen, weil ihm die Gegend hier gefällt. Da kam die Idee mit der Wohnzimmerlesung auf, für die sich der Autor erwärmen konnte", erklärte Petra Steps. Sie organisiert die Krimitage im Auftrag des Fördervereins Schloss Netzschkau.

Bevor die Lesung beginnen konnte, musste die Gastgeberin erst einmal kräftig wirbeln, um im Wohnzimmer Platz für alle zu schaffen. Außerdem überraschte sie die Gäste mit einem leckeren Büfett und passenden Getränken, die von "herumlungernden Barkeepern" zubereitet wurden. Auf der Getränkekarte standen Schierlingsbecher, Jungfrauenblut und andere schaurige Sachen. Im Nudelsalat tummelten sich Nudeln in Pistolenform. Rolf Thum, Akademiker und Buchautor aus Hockenheim, stellte den Gästen Kostproben seines literarischen Schaffens vor, die er mit „einer Einführung in die Kurpfälzer Mentalität“ verband. Die Lesung aus dem Tango-Krimi „Der Tod tanzt mit“ war gespickt mit Informationen rund um den Tango, der für den Autor viel mehr als ein Tanz ist. "Auch nach 15 Jahren weiß ich nicht richtig, was der Tango ist. Auf alle Fälle nicht nur Musik und Tanz, sondern eine Kultur, ein Lebensgefühl", verriet er.

Im zweiten Teil der Lesung stellte der Autor Kurzgeschichten und Realsatiren vor. Bei einem Exkurs in die Welt des kurpfälzischen Dialekts wurde festgestellt, dass der sich gar nicht viel vom vogtländischen unterscheidet: Statt "Wie bitte" heißt es in beiden Regionen "Hääh". Für regelrechte Lachsalven sorgte eine Zusammenstellung von Sportkommentaren und einen Kurzgeschichte über einen freilaufenden Hund, dessen Besitzer die Vorzüge seines Vierbeiners pries, von denen das Tier jedoch vermutlich nichts ahnte. Sibylle Scholz bedankte sich für den gelungenen Abend, der mit Gesprächen über alle möglichen Themen ausklang. Der Autor erwies sich dabei als guter Gesprächspartner.

Vogtland Anzeiger 17.05.2010

 


 


Führung und Lesung mit Tanz

Besondere Aktionen zm Museumstag in Netzschkau

Der Förderverein Schloss Netzschkau beteiligt sich in diesem Jahr erstmals an der Aktion "Europäische Museumsnacht" am 15. Mai und am darauffolgenden Internationalen Museumstag. Samstag um 19 Uhr beginnt im Netzschkauer Schloss die Veranstaltung "Criminal Tango". Das Trio TaBeBo in der Besetzung Stephan Böhm (Posaune, Percussion), Michael Behm (Gitarre) und Sophie Ann Grobler (Gesang) stimmt mit lateinamerikanischer Live-Musik auf den Abend ein. Stephan Böhm tourte mit Künstlern wie Jeanette Biedermann, Barbara Schöneberger und David Garret. Sophie Ann Grobler stand mit Peter Eldrige auf der Bühne. Michael Behm arbeitet an bekannten Musicalproduktionen mit. Nach der musikalischen Einstimmung stellt Rolf Thum seinen Kriminalroman "Der Tod tanzt mit" vor, erläutert einiges zur Tango-Geschichte und zeigt mit seiner Frau Christine an einigen Beispielen, wie der Tango getanzt wird. Bei einer Sonderführung erstrahlt das Schloss in besonderem Licht. Karten für 15 Euro, ermäßigt 12 Euro (inklusive Häppchen) sind im Vorverkauf in allen Geschäftsstellen der "Freien Presse" erhältlich. Die Veranstaltung ist Bestandteil des Projektes Vogtländische Krimitage.

Am Sonntag öffnet das Schloss 13 Uhr. Mitglieder des Fördervereins bieten Sonderführungen an. Jeweils um 14 und 16 Uhr finden Kinderführungen statt, bei denen Kinder ihren Altersgenossen zeigen, was sie im Schloss für sehenswert halten.

Freie Presse 12.05.2010

 



 

Ein Lengenfelder Pärchen überrascht in Netzschkau

Moderne Schnitzeljagd mit GPS-Geräten: Die "krumme Tour" vereint am Freitagabend Anfänger und Profis der wachsenden Geocacher-Szene


Netzschkau. Ungewöhnlich viele Leute waren am Freitagabend in Netzschkau unterwegs: Der Schlossförderverein hatte zur "Krummen Tour" mit Christoph Krumbiegel eingeladen, einer modernen Schnitzeljagd mit GPS-Geräten aus dem AWO-Schullandheim "Schönsicht", bei der ein Logikrätsel mit krimihaften Zügen zu lösen war. Die etwa 30 Teilnehmer haben dabei erfolgreich ergründet, wer mit wem was und an welchem Ort angestellt hat. Dafür erhielten sie Hinweise, die in kleinen Dosen an fünf markanten Punkten versteckt waren. Zu den Verstecken mit den Dosen gelangten sie mittels der einge-gebenen Koordinaten im GPS-Gerät. Bis auf eine Gruppe aus Mylau waren alle ortsunkundig.

Die Teilnehmer starteten als Privatdetektive, Dorfpolizei, Kopfgeldjäger, Zollbeamte und Journalisten. Jede Gruppe hatte ein eigenes Symbol und einen Streckenplan. Ausgerüstet mit GPS-Gerät, Taschenlampen, Dechiffrier-Scheibe zum Übersetzen der Hinweise, Hilfs- und Lösungszetteln und einer Tüte Marschverpflegung startete die Tour nach der Einweisung durch Christoph Krumbiegel, Nadja Spitzner und viele Helfer. Der Treuener gehört der Geocacher-Szene an, die mittels GPS-Geräten an allen möglichen und unmöglichen Orten nach versteckten Schatzdosen sucht Mittlerweile soll es weltweit über eine Million derartiger Verstecke geben. Lediglich in einer Gruppe waren erfahrene Geocacher vereint Axel Reinert aus Werdau war anlässlich seines Geburtstages von Ehefrau Elke und Tochter Caroline zur Tour eingeladen worden. Die Familie nutzte den Ausflug ins Vogtland, um gleich noch zwei der ständig versteckten Dosen zu suchen. Die "Krumme Tour" hatte aber ein eigenes Konzept, das nicht in bestehende Verstecke eingriff.

An der Veranstaltung beteiligten sich wenigstens drei Generationen. Barbara Kölbel aus Treuen wollte ihrem Enkel Eric Anke zeigen, was hier alles los ist und regte an, so etwas doch einmal mit der Schule zu machen. Laura Schubert aus Mylau hatte ihre Mutti und ihre Freundinnen mitgebracht. Die Mädchen hatten ungeheuren Spaß beim Dechiffrieren und hätten am liebsten einen weiteren Täter ins Spiel gebracht: Eine schwarze Katze, die ihnen in der Nähe des Galgenbergs nachgelaufen war. Kirstin Jahn aus Mohlsdorf zeigte sich verblüfft angesichts des Vogtländischen Bergbaumuseums in Netzschkau, wo die Teilnehmer von Inhaber Michael Straub mit einer kurzen Führung und heißen Getränken begrüßt wurden.

Am Ende siegte mit Ida Adler und Chris Engmann ein junges Pärchen aus Lengenfeld, dass neu im Umgang mit GPS-Geräten, jedoch Wiederholungstäter bei den Vogtländischen Krimitagen ist, zu denen die "Krumme Tour" gehört. "Das hat unheimlich Spaß gemacht", so Christoph Krumbiegel, eine Neuauflage könnte es voraussichtlich am Tag des offenen Denkmals im September geben.

Freie Presse 10.05.2010


 


Premiere erfolgreich

"Krumme Tour" - Teil der Krimitage

Bei der „Krummen Tour“ mit Christoph Krumbiegel sind am Freitagabend fünf Gruppen auf eine GPS-Jagd quer durch Netzschkau gestartet. Jede Gruppe wurde mit einem GPS-Gerät und Taschenlampen sowie dem erforderlichen Ermittlungsmaterial ausgestattet. Dazu gehörten die GPS-Koordinaten, eine Dechiffrier-Scheibe zur Übersetzung der verschlüsselten Hinweise, mehrere Hilfs- und ein Lösungszettel.

Zuvor hatte Christoph Krumbiegel, Apotheker und Autor aus Treuen, den Zweck des Spiels erklärt. Bei der modernen Schnitzeljagd sollte ergründet werden, wer was mit wem an welchem Ort angestellt hat. Dafür war nicht nur eine enorme Laufleistung, sondern auch Geschick im Umgang mit den GPS-Geräten und bei der Dechiffrierung sowie logisches Denken gefragt. An fünf Orten mussten mittels der vorgegebenen Koordinaten kleine Dosen gefunden werden, in denen die Hinweise versteckt waren. Zwei der Gruppen kamen auf die komplexe Lösung des kriminellen Spiels. Gewertet wurde die schnellste Zeit zwischen letztem Hinweis und Abgabe der Lösung. Am Ende siegten Ida Adler und Chris Engmann aus Lengenfeld. Sie bewiesen, dass man nicht unbedingt erfahrener Geo-Cacher sein muss, um mit dem GPS-Gerät erfolgreich zu sein. Beide waren absolute Neulinge in dieser Szene, gehörten jedoch zu den „Wiederholungstätern“ bei den Vogtländischen Krimitagen. Die „Krumme Tour“ fand innerhalb dieses Projektes statt. Zu den erfahrenen Schatzsuchern gehörte Familie Reinert aus Werdau, die gleich nebenbei noch zwei ständige Verstecke der Schatzdosen in Netzschkau aufspürte.


Christoph Krumbiegel, selbst Hobby-Geocacher, hat zusammen mit mehreren Gleichgesinnten und Vertretern des Fördervereins Schloss Netzschkau die Tour entwickelt und vorbereitet. „Das heute war eine Premiere, die mir unheimlich viel Spaß gemacht hat. Wir haben aber auch festgestellt, dass noch einiges optimiert werden kann“, erklärte er nach der Auflösung des Spiels. Die Organisatoren prüfen eine Neuauflage des Spiels zum Tag des offenen Denkmals.

Vogtland-Anzeiger 10.05.2010


 


 

Abenteuer mit dem Zeichenstift auf der Spur

Fantasievolle Kinderzeichnungen im
Schloss Netzschkau zu sehen - Morgen beginnt Krimi-Jagd

Netzschkau. Besucher des Schlosses in Netzschkau begeben sich jetzt „Dem Abenteuer auf der Spur". Die Ausstellung unter diesem Titel offeriert Kinderzeichnungen, die aus einem Wettbewerb hervorgegangen sind. Schüler von drei Grundschulen der Region hatten dafür rund 200 Arbeiten eingereicht.

Heute tagt die Jury, um die preis-würdigsten Bilder auszuwählen. Wie schon in den Vorjahren werden die Jurymitglieder erneut Mühe haben, sich für die je fünf Preisträger in den Kategorien erste und zweite Klasse sowie dritte und vierte Klasse zu entscheiden. Am Ende der Ausstellung werden die Wahlscheine für den Besucherpreis ausgezählt. Dabei gewinnt das Kunstwerk, das die meisten Stimmen erhalten hat. Es lohnt sich deshalb für die jungen Künstler, möglichst viele Besucher zur Besichtigung der Ausstellung zu animieren.

Die von den Kindern gezeichneten Abenteuer spielen sich an fantasievoll ausgemalten Orten ab, einige sogar unter Wasser. Die Grundschule Steinberg hat beispielsweise, einen Krimi zum Mitraten entworfen, die Handlung dazu gemalt und beschrieben. Auf den Blättern der Netzschkauer Schüler spiegelt sich beispielsweise die Sehnsucht nach einem richtigen Abenteuerspielplatz. Dazu entstanden in ihrer Schule dreidimensionale Projekte, bei denen alle möglichen Materialien zu Einsatz kamen. Die Kinder der Dittesgrundschule in Reichenbach haben sich vom Zauber der Musik inspirieren lassen und ihre Empfin-dungen mit Farbe auf Papier gebannt. Die Ausstellung wirkt ab-wechslungsreich und lustvoll farbenfroh. Für die Bilder wurden auch verschiedene Techniken verwandt. Es gibt gemalte und gezeichnete Bilder, Collagen mit Fotografien und mit Textilien verzierte Kunstwerke. Die Kreativität der Kinder kannte kaum Grenzen beim Malen, Kleben und Basteln.

Die Auszeichnungsveranstaltung findet am Donnerstag, 27. Mai, 14.30 Uhr im Netzschkauer Schloss statt. Als Gast wird der Trickfilmzeichner, Illustrator und Karikaturist Jörg Halsema aus Mylau erwartet. Er zeigt den Schülern, wie man mit einfachen Mitteln wunderschöne Bilder zeichnen kann. Eine Ausstellung mit Karikaturen von Jörg Halsema ist zurzeit ebenfalls im Netzschkauer Schloss zu sehen.

Die Ausstellungen sind Bestandteil des Projektes Vogtländische Krimitage. Der Wettbewerb der Grundschulen findet zum zweiten Mal statt, abwechselnd im Zweijahres-Rhythmus mit dem Mal- und Zeichenwettbewerb für Mittelschulen der Bildungsagentur, Regionalstelle Zwickau. Die nächste Veranstaltung der Vogtländischen Krimitage startet morgen. Der Treuener Christoph Krumbiegel lädt zur "Krummen Tour", einer Krimi-Jagd mit GPS-Geräten quer durch Netzschkau ein. Der Start erfolgt in fünf Gruppen. Um 19 Uhr beginnt im Netzschkauer Schloss die Einweisung in das Krimi-Spiel. Dort gibt es auch alle notwendigen Materialien sowie die Marschverpflegung.

■ Die Ausstellungen im Netzschkauer Schloss können bis 13. Juni samstags, sonntags und an Feiertagen, 13 bis 17 Uhr, besichtigt werden. Gruppenführungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Voranmeldung unter 03765 390136 oder 0177 3051990 möglich.

Freie Presse 06.05.2010


 

Krumme Tour mit Christoph Krumbiegel

Netzschkau. Für die Krumme Tour mit Christoph Krumbiegel, eine GPS-Jagd durch Netzschkau, gibt es noch wenige freie Plätze. Beginn ist am Freitag, 19 Uhr im Schloss Netzschkau. Dort erhalten die Teilnehmer, die in fünf Gruppen starten, alle notwendigen Hinweise für das kriminelle Spiel sowie ihre Marschverpflegung. GPS-Geräte können gestellt werden. Die Verwendung eigener Geräte ist möglich. Das Mitbringen von Taschenlampen wird empfohlen. Die Tour ist "unblutig" und auch für Kinder (ab Grundschulalter) geeignet. Zeitdauer mindestens drei Stunden. Bitte unbedingt Voranmeldung unter Telefon 03765 305199 oder 0177 3051990. Ohne Anmeldung keine Teilnahmegarantie, da die Kapazität begrenzt ist.

Freie Presse 05.05.2010


 

 

Kellergewölbe verwandelt sich in Gruselkabinett

Stephan Reher präsentiert kriminelles Liedgut im Treuener Schloss

Treuen, Wie plant und verübt man als Laie einen Banküberfall? Was kann beim Vorbereiten diverser Mord-Varianten schief gehen? Welche Vorteile bietet ein Fluchttunnel? Mit anderen Worten: Wie wird fachgerecht gestohlen, betrogen, gemeuchelt und entkommen? Stephan Reher alias Dr. Watson und sein kriminelles Liedgut lieferten am Samstagabend im spärlich ausgeleuchteten Treuener Schlosskeller die passenden Antworten - freilich alles andere als ernst gemeint.

Knapp 50 Fans der Vogtländischen Krimitage hatten den Weg zum fiktiven "Tatort" gefunden und bei einer Mischung aus Gedichten, Moritaten, Sherlock-Holmes-Geschichten und Comedy letztendlich mehr zu lachen als zu befürchten. Zwar habe er sich vorab Gedanken gemacht, ob das Thema zu ernst sei, beichtete Reher, den Gedanken aber wieder verworfen. Und so war der Dresdner Künstler und Regisseur, getrieben von seiner Feststellung, es gäbe "zu wenige ausgebildete Verbrecher", dann doch mit einem "Weiterbildungsauftrag" nach Treuen gereist - in der Hoffnung, dort "kriminelle Energie" vorzufinden. Als sich dieses Unterfangen als erfolglos erwies, lenkte er die Aufmerksamkeit auf ortsfremde "Große" der "Branche", wobei ihm sogleich Schinderhannes, Robin Hood und Josef Ackermann als unterschiedliche "Typen von Wegelagerern" einfielen.

Für Aufsehen sorgte ein vor dem Kellereingang geparktes Taxi, dessen Erscheinen selbst die Organisatoren vom Netzschkauer und Treuener Schlossförderverein verblüffte. "Weil die Flughäfen dicht sind, bin ich mit dem Auto hergekommen...", versuchte sich "Dr. Watson" in Erklärungen. Die Realität sah jedoch etwas anders aus: Ingrid Tonn hatte das original London Taxi zur Verfügung gestellt und die Gelegenheit geboten, jenen nicht alltäglichen Blickfang von außen und innen zu begutachten. "Es war eine spontane Idee, weil es gut zur Veranstaltung passt", freut sich die Treuenerin über die gelungene Überraschung. Erst am Vortag sei das zwanzig Jahre alte Auto zugelassen worden. Anfragen für Theaterauftritte, Hochzeiten und andere Anlässe gibt es schon mehrere.

Freie Presse 19.04.2010 (Sylvia Dienel)

 


 

Krimitage: Lesung mit Musik in Treuen

Treuen. Am heutigen Samstag ist der Förderverein Schloss Treuen u.T. zum zweiten Mal Gastgeber für die Vogtländischen Krimitage. Ulrich Leipoldt lädt die Gäste der Veranstaltung für 18 Uhr zu einer besonderen Führung durch das Schloss ein. Gegen 19 Uhr beginnt dann eine musikalische Lesung im Keller des Schlosses, die von Dr. Stephan Reher gestaltet wird. Reher kam nach Studium und Theaterarbeit in Köln als Regieassistent an das Dresdner Staatsschauspiel. Jetzt ist er als freiberuflicher Regisseur, Autor, Rezitator, Erzähler und Sänger tätig. Seine Soloprogramme laufen regelmäßig in verschiedenen Kleinkunsttheatern. Außerdem tritt Reher als Sänger und Frontmann der Jazz-Band "Saxonia Jazz Frogs" oder mit eigenem Trio auf. Seit 2003 präsentiert er seine Lesereihe "Dr. Watsons krimineller Salon". Die Gäste des Abends in Treuen erhalten einen kleinen Einblick in die Geschichte des Krimis unter dem Motto "Leute, hört die krause Mordsgeschichte". Zu hören sind Moritaten, eine Sherlock-Holmes-Geschichte sowie Comedy zu Themen wie "Banküberfall, aber richtig" oder "Die schöne Kunst des Gattenmords".

Wochenspiegel 17.04.2010

 


 

 

Ein Schloss wird zum Tatort

Sherlock Holmes und Dr. Watson hinter historischen Mauern

Treuen (rw). Das Schloss in Treuen ist einer der Tatorte im Rahmen der Vogtländischen Krimitage. Mit Sherlock Holmes und Dr. Watson laufen Samstag Ermittlungen hinter altehrwürdigen Mauern. Mit großer Lupe und Scharfsinn kommt man dem Täter auf die Spur. Neugierige Besucher können sich ab 18 Uhr auf eine Führung durchs Schloss freuen und im Anschluss, ab 19 Uhr, Stephan Reher lauschen Der freiberufliche Regisseur, Autor, Rezitator, Erzähler und Sänger hat sich für diesen kriminellen Abend einiges einfallen lassen. Dr. Watsons kriminelles Liedgut ist ein musikalisch-literarisches Programm. Dazu gehören Sherlock-Holmes-Geschichten und Comedy zu den Themen "Banküberfall, aber richtig" und "Die schöne Kunst des Gattenmords". Stephan Reher ist mit seinen Soloprogrammen in verschiedenen Kleinkunsttheatem unterwegs, tritt als Jazz-Sänger und Frontman der Band "Saxonia Jazz Frogs" und mit eigenem Trio auf. Karten für den Knrruabend im Schloss gibt's im Musikhaus Löscher und im Reisebüro Odysee in Treuen. Was die Projektverantwortliche Petra Gregor Steps schlüpft gern in Steps immer betont: "Es sind einzigartige Veranstaltungen an besonderen Orten." Bis 19. Juni lesen Krimiautoren an ungewöhnlichen Orten aus ihren Werken - geplant sind 21 Aktivitäten.

Blick 14.04.2010 (Ralf Wendland)

 


 

Lachen ist erlaubt

Abgrundtiefe Karikaturen schmücken die Schloss-Galerie in Netzschkau

Netzschkau (rw). Hinter den altehrwürdigen Mauem des Schlosses in Netzschkau können Neugierige bis 13. Juni "Abgrundtiefe" Karikaturen von Jörg Halsema betrachten. Einfälle und Ideen hat der Mylauer im täglichen Leben: "Oft sitzt man beisammen und macht Witze: da entstehen Situationen, worüber man lacht und daraus entwickeln sich meist Karikaturen." Seine Technik: Federzeichnungen und Aquarelle. Einige seiner Bilder werden auch schabloniert und gespritzt.

Im Laufe der Zeit hat der 46-jährige Trickfilmzeichner und Illustrator seiner Sammlung immer wieder neue Dinge hinzugefügt. "Ich kenne seine Zeichnungen schon länger und sie gefallen mir sehr gut", erzählt Ursula Weck. Bis jetzt hat die Netzschkauerin noch kein Bild von Halsema. „Wenn man die Werke sobetrachtet, überlegt man schon, welches zu einem passen könnte." Ilena Schaarschmidt hat sich bereits einen Überblick verschafft: "Die Witze sind teilweise schon etwas hart und übertrieben, doch so ist das Leben. In den Bildern steckt viel Wahrheit."

Blick 07.04.2010 (Ralf Wendland)

 


 

 

 

"Der Norden schaut neidisch auf das Vogtland"

"Krimitage": Nina George alias Anne West
aus Hamburg liest in Lengenfeld - Texte und Musik begeistern

 

Lengenfeld. Die Hamburger Buch autorin und Journalistin Nina George, bekannt unter ihrem Pseudonym Anne West, ist bei ihrem Auftritt am Samstag in Lengenfeld begeistert gewesen: "Der Norden schaut neidisch auf das Vogtland wegen dieser Krimitage", versicherte Publikum im „Lengenfelder Hof" nach einem literarischen Abend zum Thema "Sex & Crime".

 

 

George hatte den literarischen Teil des Abendprogramms in der Reihe der "Krimitage" bestritten, doch sie war nicht allein auf der Bühne: Die Sopranistin Ute Beckert begeisterte zusammen mit dem Komponisten und Gitarristen Walter Thomas Heyn mit Chansons und Liedern rund um die angeblich schönste Sache der Welt. Der perfekte Mann der Krimiautorin George traf im Programm auf den von Sopranistin Beckert besungenen Neandertaler, eine im Kurzkrimi beschriebene Bildhauerin auf eine Alkoholikerin aus Liebe. In den Texten spiegelte sich das widersprüchliche Leben. Es wurde gelogen, betrogen, gemordet, gegessen und geliebt. Beckert griff in ihren kurzen Zwischentexten immer wieder Details aus dem Kurzkrimis auf, kokettierte und flirtete mit dem Publikum oder wandte sich einer Dekopuppe zu, die immer neue Namen von ihr verpasst bekam. "Dafür, dass wir weder die gelesenen Texte noch die Autorin kannten, passte das Programm prima zusammen", meinte Gitarrist Heyn aus Berlin, der genau wie die Sängerin sichtlich Spaß an den erotischen Krimis und an der Atmosphäre des Abends hatte.

Die passende Ergänzung zu den Texten und Liedern gaben das im Restaurant angebotene literarische Menü sowie der liebevoll dekorierte Raum ab. Rosen, Herzchen und eine Dessous-Kollektion aus Lengenfelder Geschäften waren zu sehen. „Das war ein wunderbarer Abend, der Lust auf mehr macht", freute sich Besucher Klaus Hergert. „Ich habe selten jemanden so gut lesen gehört wie Sie", versicherte auch Zuschauer Thomas Hohl der Autorin nach der Lesung. Dabei waren es in allen Kurzkrimis die Männer, die während des Liebesaktes oder danach ihr Leben aushauchten. Nina George nahm sich zudem nach dem Programm viel Zeit für Plaudereien mit den Gästen und war hellauf begeistert von der stim-mungsvollen Veranstaltung.

SERVICE

Die nächsten Veranstaltungen der Reihe „Krimitage": Freitag, 16. April, 19 Uhr in Theuma, Küchenstudio Geipel: kulinarische Lesung mit Carsten Sebastian Henn; Samstag, 17. April, Schloss Treuen: 18 Uhr, Schlossführung, 19 Uhr, „Doktor Watsons kriminelles Liedgut", musikalische Lesung mit Stephan Reher.

 

Freie Presse 06.04.2010


 

 

 

Menschliche Verirrungen herrlich überspitzt

"AbGrundTief": Der Mylauer Karikaturist Jörg Halsema zeigt einige seiner Arbeiten bis zum 13. Juni im Netzschkauer Schloss

Netzschkau. Die Saison 2010 im Netzschkauer Schloss ist am Don-nerstagabend mit einer Karikaturenausstellung eröffnet worden. Jörg Halsema aus Mylau zeigt Drucke seiner nachdenkenswerten, witzigen, bisweilen auch skurrilen Bilder unter dem Titel "AbGrundTief". Ein Teil der Originale geht demnächst in eine Ausstellung in Mylaus Partnerstadt Waldenbuch. Der Förderverein Schloss Netzschkau hat sich für die Drucke entschieden, weil die klimatischen Bedingungen im nicht beheizbaren Schloss für Zeichnungen und Aquarelle aufgrund der kühlen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit zurzeit nicht optimal sind.

Jörg Halsema

In ihrer Laudatio stimmte Kunstpädagogin Elke Müller aus Greiz ein Loblied auf die Vielfalt der Kunst und Kultur im Vogtland an. "Wir haben eine bemerkenswerte Anzahl von Kunst- und Kulturschaffenden. Jeder verfügt dabei über einen un-verwechselbaren Stil. Diese Vielfalt macht unseren Landstrich so reizvoll". erklärte sie. In seinen Karikaturen greife der Illustrator, Trickfilmzeichner und Autodidakt Jörg Halsema Themen auf, die "auf der Straße liegen. Im Unterschied zu uns, die manches verdrängen, lässt ihn das Geschehen nicht in Ruhe", so die Laudatorin.

Oft brauche es einen Papierkorb voller Entwürfe, bevor sich aus der Fülle das treffende Bild herauskristallisiert. Dabei komme es zu herrlichen Übertreibungen und Zuspitzungen der menschlichen Verirrungen. Selbst solchen Themen wie dem Verhältnis von Bewohner und Haus könne der Mylauer noch etwas abgewinnen. In seinen Karikaturen zeige sich psychologisches Einfühlungsvermögen. Nähe und Distanz würden immer in der Schwebe gehalten.

Unter den Gästen der Vernissage entdeckte Jörg Halsema viele bekannte Gesichter, die immer wieder zu seinen Ausstellungen kommen, um Neues zu entdecken und Bekanntes wieder sehen und entdecken wollen. "Es ist interessant zu hören, wie mich jemand von außen betrachtet und eine Menge gute Sachen über mich erzählt. Aber Laudatio heißt ja Lobrede", meinte der Mylauer in seiner bescheidenen, zurückhaltenden Art. "Das war keinesfalls Lobhudelei", ergänzte die Laudatorin. Einen Großteil der knapp 40 Drucke der Ausstellung stellt Jörg Halsema zum Verkauf oder zur Versteigerung zugunsten des Fördervereins Schloss Netzschkau zur Verfügung. Im Schloss können auch signierte und unsignierte Ausstellungsplakate erworben werden. Die Ausstellung ist Bestandteil des Projektes Vogtländische Krimitage.

SERVICE

Jörg Halsemas Ausstellung "AbGrundTief" im Schloss Netzschkau ist bis zum 13. Juni sonnabends, sonntags und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr zu sehen. Gruppenführungen gibt's nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten

 

Freie Presse 03.04.2010 (Foto: Franko Martin)


 

Raus aus dem Schlafzimmer, rein in das...

Sex-Kolimne per Telefon: Die Schriftstellerin Nina George
liest am Samstag in Lengenfeld erotische Krimis -
Im Interview macht sie Appetit auf mehr

Lengenfeld. Die Hamburger Schriftstellerin Nina George, als Anne West Schreiberin der Sex-Kolumne in der "Bild" und Autorin unzähliger Bestseller zum Thema, ist am Ostersamstag in Lengenfeld Gast der Krimitage Vogtland 2010. Nina George liest im Tatort Hotel "Lengenfelder Hof" unter der Überschrift "Sex & Crime" erotisch angehauchte Krimis und Geschichten. Zum literarisch-musikalischen Programm gehört dort bei einem Dreigänge-Menü der Auftritt der Sopranistin Ute Beckert und des Gitarristen Walter Thomas Heyn. Gerd Möckel hat Nina George telefonisch in ihrer Hamburger Wohnung erreicht. Ergebnis ist gewissermaßen eine Sex-Kolumne per Telefon.

Freie Presse: Hallo Frau George, haben Sie fünf Minuten Zeit?

Nina George: Aber gerne. Ich hatte mich gerade etwas hingelegt, dann wollte ich Duschen gehen.

Freie Presse: Gut, da fallen wir also gleich mal mit der Tür ins Haus. Warum verkauft sich das Thema Sex so gut?


"Sex ist das, was die Welt im Innersten zusammenhält."


George: Sex ist das, was die Welt im Innersten zusammenhält. Warum kaufen wir Parfüm? Warum kaufen sich Männer schicke Autos? Damit sie die Frauen kriegen, die sie kriegen wollen. Ich behaupte mal, Sex spielt sogar in die Philosophie hinein.

Freie Presse: Das erklärt dann sicher auch Ihren ganz persönlichen Erfolg mit dem Thema.

George: Naja, ich versuche es in meinen Büchern immer mit Ehrlichkeit und Humor. Dann lasse ich möglichst keine Peinlichkeiten aufkommen und spiele nie die Geschlechter gegeneinander aus. Das war auch mein Antrieb, überhaupt schriftstellerisch in das Thema einzusteigen. Ich war wütend über die Klischees nach dem Muster Frauen sind frigide und Männer Schweine. Ich habe dann ein Tagebuch angefangen, und daraus ist irgendwann das erste Buch entstanden. Ich mag eben Menschen, vielleicht ist es das.

Freie Presse: Und Sie kennen die Menschen, haben zahllose Interviews gefuhrt. Können Sie vom Angesicht eines Menschen auf die Qualität seines Liebeslebens schließen?

George: Nein, wobei ich bei einem Muffel nichts Großartiges erwarte. Ich liege aber bei dem Schluss auf erotische Sehnsüchte nicht immer daneben. Da stelle ich gerne Beobachtungen an. Also ob sich jemand gerne mal ausliefern würde oder es mit jemanden mit mehr Pfunden auf den Rippen gern hätte.

Freie Presse: Stichwort muskelbepackte Machos?

George: Tja, da verausgabt sich jemand auch gerne beim Sex. Freie Presse: Der Genussmensch am Mittagstisch? George: Da fächert sich das Liebesspiel in seiner ganzen Breite auf, sinnlicher Genuss, der über den Geschlechtsverkehr weit hinausgeht.

Freie Presse: Typ Manager?

George: Entgegen der weitläufigen Annahme geht er nicht häufiger zur Domina als andere. Allerdings lassen sich Leute, die mehr zu sagen haben, gern verführen.

Freie Presse: Sex im Alter?

George: Da war doch mal was? Im Ernst. Frauen wollen, aber nicht immer sind die Männer dazu da. Ein enger Freund von mir ist schon über Achtzig. Mit der Sexualität ist es nicht mehr so, aber das Funkeln in den Augen ist noch da.

Freie Presse: Und wenn in nicht so betagten Ehen nichts mehr geht, was noch gehen könnte?

George: Dann hat man sich an sein Unglück gewöhnt und vertraut nicht mehr den Verheißungen des Glücks. Jeder hat ein Recht auf sein Unglück.

Freie Presse: Und wenn doch noch Hoffnung besteht?

George: Beide sollten einander zeigen, was sie gerne hätten. 50 Prozent der Wünsche beider Geschlechter sind erfüllt, 50 Prozent unerfüllt. Manchmal ist es schöner, gewollt zu werden, als erobern zu müssen. Das Gros hat einmal die Woche Sex, und das in ein oder zwei Positionen, wobei das an sich nichts heißen muss. Also, ein heißer Tipp lautet: Raus aus dem Schlafzimmer, rein in den Geräteschuppen. Nach einer gewissen Abtastphase erlebt man da die tollsten Überraschungen.

Freie Presse: Ist das nicht zu viel verlangt?

George: Warum nicht? Es gibt den eher häuslichen Typ, der Abenteurer-Typ geht eben in die Natur, gerade jetzt, wo es herrlich frühlingt. Nein, im Ernst. Ein Tapetenwechsel schadet auch beim Sex nicht.

Freie Presse: Gehen deshalb verheiratete Männer zu Prostituierten?

George: Sie gehen dorthin, weil irgendetwas in der Beziehung nicht stimmt. Vielleicht nur Kleinigkeiten, die nie erfüllbar sind. Weil die Traumfrau eben keine Schwarze mit kirschroten Lippen ist und dazu keine weißen Stiefel trägt.

Freie Presse: Männer sind da vom Angebot her besser dran. Warum gibt es weniger Gigolos, sind Frauen glückli-cher in ihrem Unglück?

George: Vielleicht verfügen Frauen über nicht so viel Geld wie Männer. So ein Besuch ist ja nicht billig. Frauen, das ist heute auch noch so, sind viel mehr geschlechtsspezifisch festgelegt. Da kommt man nicht so einfach raus.

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KARTEN-SERVICE: Karten für die "Sex & Crime"-Lesung am Samstag, 19 Uhr im Lengenfelder Hof gibt es heute in der "Freie Presse"-Geschäftsstelle Reichenbach und an der Abendkasse, Voranmeldung unter Ruf 037606 8770.

Freie Presse 01./02.04.2010

 


 

Hänschen zum Gruseln

Krimitage - Auftakt mit Bremer Autor in Buchhandlung

Reichenbach - Fürchten Sie sich! Denn Sie befinden sich mitten in der Veranstaltungsreihe "Krimitage Vogtland 2010", die am Mittwoch mit einer Lesung in der Vogtländischen Buchhandlung in Reichenbach begann. Bis 19. Juni folgen noch zwanzig weitere gruselige Veranstaltungen, die durch ihre Vielfalt viele Menschen ansprechen sollen. Neben weiteren "kriminellen" Lesungen, gibt es beispielsweise eine Ausstellung "abgrundtiefer Karikaturen", eine krumme GPS-Tour, Spurensuche in Plauens Unterwelt, Dr. Watsons kriminelles Liedgut und eine erotisch angehauchte Veranstaltung mit einem Spa-ziergang durch die Welt der Gefühle. Genauso einfalls- und abwechslungsreich wie der Veranstaltungsplan sind auch die Orte des Geschehens. Die Krimifreunde treffen sich auf einem Ausflugsdampfer der Talsperre Pohl, im Ringlokschuppen des Bahnbetriebswerkes Adorf, im Amtsgericht Auerbach, in Schule, Hort und Natur- und Umweltzentrum Oberlauterbach sowie auf der Ruine Burgstein. Veranstaltet vom Förderverein Schloss Netzschkau in Person der rührigen Petra Steps ist sogar ein "Tatort Wohnzimmer" geplant. Dabei handelt es sich um ein Gewinnspiel, bei dem sich Vogtländer um eine ganz private Lesung in ihrem Wohnzimmer, im Wintergarten oder der Diele bewerben können. Der Krimiautor kommt zum Gewinner nach Hause.

Zum Auftakt der Krimitage Vogtland 2010 stellte am Mittwoch der erfolgreiche Autor Andreas Winkelmann aus Bremen sein Buch "Hänschen klein" in Reichenbach vor. Der 42-Jährige hielt, es nach eigenen Angaben in keinem Beruf lange aus und war "ständig auf der Flucht von einem Job zum nächsten". Dem Schreiben bleibt er dagegen seit seiner Jugend treu. Mittlerweile hat Winkelmann, der mit seiner Familie in einem "gruseligen Haus am Waldrand" lebt, mehrere Thriller verfasst.

"Hänschen klein" stuft er selbst nicht als klassischen Gruselroman und auch nicht als Thriller ein sondern "irgendwo dazwischen". Winkelmann gestaltete seine Lesung kurzweilig, spickte sie mit schauderhaften Zwischenbemerkungen und wünschte seinen Zuhörern, dass sie mit einem gruseligen Gefühl nach Hause gehen mögen. Antje Teubert-Bauch, die Inhaberin der Vogtländischen Buchhandlung, freute sich über den regen Zuspruch an der Lesung. Infos zu den Krimitagen Vogtland 2010 unter www.schloss-netzschkau.de

Vogtland Anzeiger 27.03.2010 (ina)

 


 

 
Oster-Krimi im Lengenfelder Hof

Spannend, prickelnde Geschichten

Lengenfeld (rw). Tatort Vogtland: ob Mord an Bord des Krimidampfers auf der Talsperre Pohl, Criminal-Tango im Schloss Netzschkau oder Hard Case Crime im Gärtnerhaus in Mylau: die Vogtländischen Krimitage haben einiges zu bieten. "Der besondere Reiz liegt darin, dass es einzigartige Veranstaltungen an besonderen Orten sind", erklärt Petra Steps, die Projektverantwortliche. Insgesamt sind bis 19. Juni 21 öffentliche Aktivitäten geplant. Die Täter vor Ort sind Krimiautoren, die aus ihren Werken lesen.

Petra Steps

Für Ostersamstag hat das Team um Petra Steps Nina George, die unter dem Pseudonym Anne West schreibt, für einen besonderen Abend gewonnen. Ab 19 Uhr wird die Autorin im Lengenfelder Hof eine Kostprobe ihres schriftstelle-rischen Könnens, das kriminellerotisch angehaucht ist, präsentieren. Dazu gibt's musikalische „Beziehungskisten", mit Sängerin Ute Beckert und Walter Thomas Heyn an der Gitarre. "Ute Beckert gastiert ab 25. April in der Carnegie Hall, doch vorher kommt sie ins Vogtland, was uns freut", so Steps. Die Krimitage haben auch einen Auftrag in Sachen Prävention: So startet im Rahmen der Veranstaltungsreihe ein Mal- und Zeichenwettbewerb unter dem Motto: Dem Abenteuer auf der Spur. Bewerben können sich Schüler aus Grundschulen, die zur Sächsischen Bildungsagentur, Außen-stelle Zwickau gehören, noch bis 28. April. Infos gibt's per Telefon: 03765-390136 oder 305199. "Wir wollen Kinder stark machen, ihnen positive Erlebnisse schaffen und Selbstbewusstsein vermitteln."

Blick 26.03.2010 (Ralf Wendland)

 


 

 
Nervenkitzel und Genüsse

Vogtländische Krimitage locken Besucher an besondere Orte

Reichenbach/V. „Hänschen klein" heißt der Text, den Andreas Winkelmann heute Abend in Reichenbach lesen wird. Doch so harmlos, wie der Titel suggeriert, ist die Sache nicht. Die Lesung in der Vogtländischen Buchhandlung gehört zu den Vogtländischen Krimitagen 2010, deren Veranstaltungsreigen bis zum 19. Juni andauert.

Andreas Winkelmann

„Einzigartige Veranstaltungen an besonderen Orten" verheißt der Projektträger, der Förderverein Schloss Netzschkau e. V, und er lädt nicht nur schon zur 5. Kriminacht in eben das spätgotische Schloss Netzschkau ein, sondern macht auch das Amtsgericht Auerbach, die Schlösser Treuen und Voigtsberg, einen Dampfer auf der Talsperre Pohl, einen Lokschuppen, ein Alaunberg-werk und manches mehr zu Tator-ten. Auch zahlreiche Angebote für und in Schulen sind in dem Pro-gramm vorgesehen.

So gibt es einen „Criminal Tango" mit dem Tangoliebhaber und Krimischreiber Rolf Thum, der außerdem, und das dürfte eine Seltenheit sein, für eine Wohnzimmerle-sung a la Tupper-Party engagiert werden kann, wofür allerdings bis zum 20. April um Bewerbung gebeten wird (per E-Mail: info@schloss-netzschkau.de, Fax: 03765/382881). Sex & Crime verspricht die Hamburger Autorin Nina George. Die Rodewischer Autorin Maren Schwarz führt bei einer Radtour rund um die Burgstein-Ruinen an die Schauplätze des Krimis „Dämonenspiel", anschließend liest sie in den alten Gemäuern. 30 Täter bieten die Krimitage auf, die erneut unter Beweis stellen, dass sich Spannung und Nervenkitzel durchaus mit kulinarischen und musikalischen Genüssen verbinden lassen. @ www.krimitage-vogtland.de

Freie Presse 24.03.2010 (Uta Trinks)

 


 

 

 
Morgen Start zu den Krimitagen

Reichenbach. Morgen beginnen die Vogtländischen Krimitage, und zwar gleich mit einem Paukenschlag. In der Vogtländischen Buchhandlung Reichenbach liest im Rahmen der Reihe „Literarischer Mittwoch" um 19.30 Uhr der Thriller-Autor Andreas Win-kelmann aus seinem im Januar erschienenen Buch „Hänschen-klein". Winkelmann gilt als „neuer Stern am deutschen Thriller-Himmel" (amazon).

Andreas Winkelmann, gebo-ren im Dezember 1968, entdeckte schon in jungen Jahren seine Leidenschaft für unheimliche Geschichten. Als Berufener hielt er es in keinem Job lange aus, war unter anderem Soldat, Sportlehrer und Taxifahrer, blieb jedoch nur dem Schreiben treu. „Der menschliche Verstand erschafft die Hölle auf Erden, und dort kenne ich mich aus", beschreibt er seine Faszination für das Genre des Bösen. Er lebt heute mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldesrand nahe Bremen.

Zu „Hänschenklein": Der junge Anwalt Sebastian Schneider bekommt eines Tages einen seltsamen Brief: die erste Strophe des Liedes „Hänschen klein" und das innige Versprechen einer Frau, dass sie und ihr Hans bald wieder vereint sein werden. Sebastian glaubt an einen Irrtum. Er ahnt nicht, dass er einen Liebesbrief in den Händen hält, der sein Leben zerstören wird: den Brief einer Mutter, die - totgeschwiegen, tot geglaubt, dem Wahnsinn verfallen - auf der Jagd nach ihrem Sohn ist. Und bereit, für ihr Hänschen klein über mehr als eine Leiche zu gehen...

Freie Presse 23.03.2010

 


 

 
Krimitage starten

Rolf Thum ermöglicht Wohnzimmerlesung

Netzschkau (rw). Die Vogtländischen Krimitage versprechen vom 24. März bis 19. Juni jede Menge Spannung und Nervenkitzel an verschiedensten Tatorten im Vogtland. Der Förderverein Schloss Netzschkau stellt als Pro-jektträger die Krimireihe unter das Motto: „Einzigartige Veranstaltungen an besonderen Orten“. So können Krimifans Lesungen unter anderem im Schloss Netzschkau, im Gärtnerhaus Mylau, im Schloss Treuen, im Amtsgericht Auerbach oder auf einem Krimidampfer erleben. Der Projektverantwortlichen Petra Steps fällt es schwer, aus den 21 öffentlichen Aktivitäten, zu denen auch ein Mal- und Zeichenwettbewerb gehört, ein Highlight hervorzuheben: „Jede der Veranstaltungen hat einen ganz eigenen Reiz.“

Eine Sache gab es allerdings noch nie: eine Wohnzimmerlesung mit einem der Krimiautoren am 14. Mai. An diesem Tag wird Rolf Thum eine ganz private Lesung im sächsischen Vogtland ermöglichen. Interessierte können sich unter Angabe von Adresse und Telefonnummer bis 20. April schriftlich bewerben: per E-Mail: info@schloss-netzschkau.de, Fax: 03765-382881 oder per Post an Förderverein Schloss Netzschkau e. V, Markt 12 in 08491 Netzschkau. Info: www.krimitage-vogtland.de.

Blick 10.03.2010

 


 

  
Krimitage werfen Schatten voraus

Veranstaltungsreihe bietet vom 24. März bis 19. Juni mehr
als 20 Lesungen und Aktionen an ungewöhnlichen Orten

Oelsnitz/Klingenthal. Originelle Veranstaltungen an besonderen Orten halten die Vogtländischen Krimitage bereit, die vom 24. März bis 19. Juni in der Region stattfinden. Die „Freie Presse", die die Veranstaltungsreihe unterstützt, gibt vorab Antworten auf die wichtigsten Fragen und nennt nebenstehend einige Höhepunkte aus dem Programm. Die Vogtländischen Krimitage, die nach ihrem Erfolg 2009 zum zweiten Mal unter diesem Titel stattfinden, haben sich aus der 1. Krimi-Nacht entwickelt, deren Wiege 2006 im Schloss Netzschkau stand.

Was geht ab? Das Programm der Vogtländischen Krimitage weist 21 öffentliche Aktivitäten aus, darunter ein Mal- und Zeichenwettbewerb für Grundschulen, drei Ausstellungen (Karikaturen von Jörg Halsema, Arbeiten des Zeichenwettbewerbs, Inszenierungen des Rechts - anlässlich 20 Jahre Mauerfall). Darüber hinaus Lesungen mit bekannten und noch kaum bekannten Autoren, teilweise umrahmt mit Musik, ergänzt durch Führungen oder kulinarische Genüsse, dazu Projekttage mit Schülern und Lesungen in Schulklassen.

Wo? Im gesamten Vogtland. Zu den Veranstaltungsorten gehören Schloss Netzschkau, Vogtländische Buchhandlung Reichenbach, Hotel „Lengenfelder Hof" Lengenfeld, das Theumaer Küchen- und Einrichtungshaus Geipel, Schloss Treuen, Talsperre Pohl, Burgsteingebiet und -ruinen, Alaunbergwerk Plauen, Gärtnerhaus Mylau, Amtsgericht Auerbach, Ringlokschuppen Adorf, Schloss Voigtsberg Oelsnitz und mehrere Schulen.

Fließt auch echtes Blut? Natürlich - bei einer Sonderblutspendeaktion am 12. Juni im Schloss Netzschkau.

Und der Nachwuchs? Der kommt nicht zu kurz. Es gibt den Zeichenwettbewerb und die Ausstellung, dazu eine Ehrung für die kleinen Künstler sowie Lesungen für Schüler mit Kinderbuchautoren.

Und das Schmankerl? Das gab es noch nie: eine Wohnzimmerlesung mit Rolf Thum am 14. Mai. Bewerbungen dafür werden bis zum 20. April entgegengenommen. (us)

@ www.krimitage-vogtland.de

Freie Presse 09.03.2010

 


 

 

 

 
2009
 


Erstmals Blutspende im Schloss

Der DRK-Blutspendedienst hat vorgestern zum Weltblutspendetag erstmals im Schloss Netzschkau Station gemacht. Der Chef des DRK-Kreisverbandes, Ulrich Köhler (rechts), begrüßte als Schirmherr gemeinsam mit Petra Steps (links) vom Schloss-Förderverein die erste Spenderin: Ramona Schürer. Am Nachmittag besuchten vor allem Familien das Schloss: Neben der Blutspende wartete die Sonderausstellung „Räuber& Gendarm". Das Haus war dekoriert - mit Schlossgespenst, Zauberhüten und gruseligen Requisiten.

Freie Presse 16.06.2009



Netzschkauer Schloss knistert vor Spannung

Zur vierten Netzschkauer Kriminacht stellen
sich sieben profilierte Autoren vor - Zuschauer von Texten begeistert

Netzschkau. „Es war prima. Wir kommen wieder. Es gibt in unserer Gegend nichts Vergleichbares." Des Lobes voll war Michael Schliwa aus Buchloe am Samstag zur vierten Kriminacht im Netzschkauer Schloss. Der Arzt aus dem Ostallgäu hat zusammen mit seiner Frau Dagmar, die als Schulleiterin tätig ist, bisher keine Auflage der Kriminacht ausgelassen.
Die Schliwas waren 2006 durch die Ellefelder Verwandtschaft auf den Lesemarathon hingewiesen geworden. Die mit 90 Gästen bestens gebuchte Veranstaltung - dieses Mal Teil der vom Schloss-Förderver-ein veranstalteten Vogtländischen Krimitage - hielt wieder mehrere parallel laufende Leserunden und einen gemeinsamen Abschluss auf dem Fechtboden bereit.
Die von Projektleiterin Petra Steps gewonnenen zwei Autorinnen und fünf Autoren standen jeweils für eine andere Seite der spannenden Literatur. Maren Schwarz aus Rodewisch las brillant geschriebene Kurzkrimis. Demgegenüber stellte die aus Böhmen stammende, seit 1969 in Deutschland lebende Helena Reich mit „Nasses Grab" einen Roman vor, der ganz vom großen erzählerischen Atem lebt.
Während der bei Plauen beheimatete gebürtige Auerbacher Jörg Seidel mit „Der Tod des Diogenes" tief in philosophische Gefilde vordrang, widmete sich der mit Qualitäten eines Entertainers begabte Autor Peter Godazgar kriminellen Machenschaften im Kleintierzüchter-Milieu. Betont sachlich gab sich der
Berliner Klaus Behling, der penibel recherchierte dunkle kriminelle Seiten des ehemaligen DDR-Ministeriums für Staatssicherheit beleuchtete. Die stilistisch vielleicht mutigste Spielart vertrat der Leipziger Henner Kotte, der bei seinen unter Jugendlichen spielenden Geschichten keine Bogen um Härten aller Art machte. Thomas Kastura bestritt die Abschlusslesung. Er stellte - bestens unterstützt von der Reichenbacher Musikschülerin Julia Zippel am Saxofon - seinen Roman „Das dunkle Erbe vor", in dem traditionelle Krimitugenden gekonnt mit modernen filmischen Elementen verknüpft werden.
Zum Rahmenprogramm gehörte der als Sherlock Holmes kostümierte Gregor Steps (10) aus Lambzig. Er war ebenso das vierte Mal mit von der Partie wie die Rodewischerinnen Isabel Schwarz (18) und Elisa Wolf (18), die - augenzwinkernd als Krimileichen „hergerichtet" - an einem der Getränkestände wirkten. Bewährter Partner in der Kriminacht war die Vogtländische Buchhandlung aus Reichenbach.

Freie Presse 15.06.2009 (Text: Volker Müller)



Würger hält Krimifans in Atem

Schriftstellernder Kriminalistik-Professor Hans Girod
stellt im Amtsgericht spektakuläre Fälle der DDR vor

Auerbach. Auch die vorletzte Ver anstaltung der Vogtländischen Krimitage hat eine Vielzahl „Schaulustiger" an den „Tatort" gelockt: Der befand sich diesmal im Auerbacher Amtsgericht. Proppenvoll war der Sitzungssaal am Mittwochabend, als einer der spektakulärsten Fälle in der DDR-Kriminalgeschichte näher beleuchtet wurde: der „Würger von Plauen." Jener Serientäter überfiel zwischen 1982 und 1987 unweit vom heutigen Klinikum nachts neun junge Frauen und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit.
Als Akteur hatte das Amtsgericht Hans Girod eingeladen. Ehemals Professor für Spezielle Kriminalistik an der Humboldt-Universität Berlin, schilderte er die Taten, skizzierte Täterprofil und -psyche, gab Einblicke in die Ermittlungsmethoden und band den Fall in die gesellschaftlichen und politischen Umstände jener Zeit ein.
Der Berliner Experte war damals an den Ermittlungen beteiligt - und hatte mit dem unbekannten Täter zusammengearbeitet. Denn der Gesuchte war selbst Kriminalist und spielte auf diese Weise jahrelang Katz und Maus mit seinen Kollegen.
Die Bevölkerung musste sich damals mit „Buschfunk"-Nachrichten zufriedengeben. „Ein Fahndungsfoto in der Presse und einige wenige Zeilen nach der Überführung des Täters", mehr habe damals nicht in der Zeitung gestanden, blickt Girod zurück. Demzufolge waren die Erinnerungen beim gespannt lauschenden Publikum allenfalls vage. Vielen war der Fall gänzlich unbekannt. Und so rissen die Fragen an den Kriminalisten während der anschließenden Diskussion nicht ab. Etwa 130 Tötungsdelikte hat es in der DDR pro Jahr gegeben, berichtete Girod. Morduntersuchungen seien mit Akribie geführt worden und die Aufklärungsquote deshalb hoch gewesen. „Die Kriminalitätsrate war insgesamt vergleichsweise niedrig. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir geschlossene Grenzen hatten und ein umfassendes Sicherheitssystem", so der Ex-Kriminalist
Hans Girod, der am Rande auf einige ähnliche Fälle in der DDR-Geschichte einging, befasst sich seit seiner Emeritierung hobbymäßig mit Täterprofiling. Die wichtigsten Geschichten wie die des „"Würgers von Plauen" und des „Ekels von Rahnsdorf" hat der inzwischen 72-Jährige in Büchern veröffentlicht. Sein Anliegen ist es, „Informationslücken zu füllen und die berechtigte Neugier der Menschen zu befriedigen."

Stichwort: Der Würger von Plauen
Zwischen Juni 1982 und Februar 1987 versetzen mysteriöse Verbrechen die Plauener in Angst und Schrecken: Ein Mann fiel nachts in unregelmäßigen Abständen im Osten der Stadt über Frauen her, warf sie zu Boden und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit. Nur knapp entrannen die zwischen 17 und 45 Jahre alten Opfer dem Tod. Die Ermittlungen liefen ins Leere. Anfang 1987 schlug der Täter erneut zu. Wenig später konnte er gefasst werden. Licht ins Dunkel brachte ein von seiner Ex-Frau entdeckter Koffer, in dem er den Opfern entnommene Wertsachen aufbewahrte. Das Verfahren war zum damaligen Zeitpunkt bereits eingestellt worden, da lange Zeit kein derartiges Verbrechen mehr verübt worden war. Als „Würger von Plauen" entpuppte sich ein damals 33-jähriger Offizier der Kriminalpolizei. Er hatte am eigenen Fall mitgearbeitet und seine Ergreifung somit lange Zeit erfolgreich verhindert. Am 7. März 1988 wurde der zweifache Vater, den sexuelle Motive und das Ausleben von Machtgefühlen antrieben, wegen schwerer Körperverletzung in neun Fällen zu zwölf Jahren Haft verurteilt. (dien)

Freie Presse 12.06.2009 (Text: Sylvia Dienel)



Bei den Krimitagen fließt wirklich Blut

Netzschkau. Mit einem „Mordsspektakel" gehen am Sonntag auf Schloss Netzschkau die Vogtländischen Krimitage zu Ende. Von 12 bis 17 Uhr können dort nicht nur die Sonderausstellungen zum letzen Mal besucht werden, sondern der DRK-Blutspendedienst lässt bei einer Blutspende dort wirklich Blut fließen. Anlass ist der Weltblutspendetag, zu dem es für die Gäste einige Überraschungen gibt. Gruselschminken und Armbrustschießen für Kinder sind genauso wie eine Bastelstation im Angebot. Am Samstag, 18 Uhr, geht die Lesenacht mit den Autoren Helena Reich, Maren Schwarz, Klaus Behling, Peter Godazgar, Thomas Kastura, Henner Rotte, Jörg Seidel und auch einem Mordsimbiss über die Bühne. Einige Restkarten sind noch erhältlich.

Freie Presse 11.06.2009



DRK-Blutspende auf Schloss Netzschkau

Netzschkau. Zum Abschluss der Krimitage auf Schloss Netzschkau fließt dort kommenden Sonntag am Weltblutspendertag richtiges Blut für den guten Zweck. Die DRK-Blutspende findet von 12 bis 17 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Schlosses statt, verbunden mit einem Familienprogramm. Gruselschminken, Arm-brustschießen, Bastelaktionen erwarten die jugendlichen Begleiter. Für Blutspender gibt es eine kostenlose Führung durch die Sonderausstellungen des Schlosses. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Freie Presse 10.06.2009



Krimiabend am Amtsgericht

Auerbach. Besonders spannend zu werden verspricht es morgen Abend im Amtsgericht Auerbach, dann machen dort die Krimitage Vogtland Station. Ab 18 Uhr wird Professor Hans Girod tatsächliche DDR-Kriminalfälle fesselnd und anschaulich darstellen - so wie sie passierten, so wie sie ermittelt wurden. Es werden nicht nur die Tathergänge rekonstruiert, sondern auch immer die jeweilige Täterpsychologie beleuchtet. Hans Girod war bis 1994 Hochschuldozent für Spezielle Kriminalistik an der Humboldt-Universität Berlin. Er hat für ein Buch zahlreiche Verbrechen und Verbrecher aus dem Osten zusammengetragen. Wer war zum Beispiel der „Würger von Plauen"? So lautet der Titel seines Buches, aus dem er in Auerbach vortragen wird. Spannender als die Wirklichkeit kann kein Krimi sein. Der Eintritt ist frei. Für Platzreservierungen kann man sich ans Amtsgericht unter Ruf 03744 839-301/-302 wenden.

Freie Presse 09.06.2009



Mordsmäßiger Abenteuertag im Schloss

Schüler der Weinhold-Grundschule Reichenbach
begeben sich im Rahmen der Vogtländischen Krimitage
in Netzschkau auf Entdeckungstour

Netzschkau. Kindertag einmal anders: Rund 140 Schüler der Reichenbacher Weinhold-Grundschule haben gestern im Rahmen der Vogtländischen Krimitage im Netzschkauer Schloss einen mordsmäßigen Abenteuertag erlebt. Staunen, Lernen und Mitmachen waren angesagt. Die Begeisterung der Kinder war für Organisatorin Petra Steps der schönste Lohn.
Im Obergeschoss deutete alles auf ein Verbrechen hin. Wolfgang Sendzik, Polizeibeamter im Ruhestand, und Barbara Wechler vom Schloss-Förderverein hatten hier einen „Tatort" aufgebaut. Eine Schaufensterpuppe verkörperte das auf dem Boden liegende Opfer. Für die meisten Kinder war sofort klar: „Da ist ein Mord passiert." Doch die akribische Spurenanalyse ergab etwas anderes: Das Opfer war beim Putzen mit dem Staubwedel unglücklich vom Stuhl gestürzt. Also ein tragischer Unfall. Dazu hatte Sendzik allerhand Utensilien zur Spurensicherung', mitgemacht. Natürlich durften die Kinder auch mal ihre eigenen Fingerabdrücke abrollen. Und sie erfuhren, wie man Geheimschrift sichtbar machen kann.
Auf dem rustikalen Fechtboden unterm Dach empfing der Leipziger Schriftsteller und Liedermacher Steffen Mohr die Kinder. Er las aus seinen im Loewe Verlag erschienenen „Rätselkrimis" und lud mit Liedern /in Gitarre zum Mitmachen ein. Das nahmen die Mädchen und Jungen gern an. „Das war super", stand für Paula (10) fest. „Auch das Singen wie bei ,Suse, liebe Suse' hat Spaß macht", fand Filip (10). Für Mohr, dessen bewegtes Leben „zwei Ehen, sieben nachweisliche Kinder, drei Auftrittsverbote und 13 Spitzel" ausweist, ist die Arbeit mit Kindern etwas ganz Besonderes. „Ich setze vor allem auf ihr Mitdenken. Dazu sind Krimis hervorragend geeignet. Leider haben sie im Deutschunterricht noch nicht den Platz, den ich mir wünschen würde", erklärte er. Er, freute sich daher, dass das Projekt in Netzschkau über die Landeslesekarawane des Friedrich-Bödecker-Kreises in Sachsen gefördert wird.
Im Saal des Schlosses hatte derweil Polizeihauptkommissar Steffen Claus Quartier bezogen. In Sachsen-Anhalt als Kinderpolizist tätig, hat er die „Agentur Schutzengel" gegründet. Sein Anliegen: Den Kindern spielerisch beibringen, wie sie Gefahrensituationen meistern. Fast jeden Wochentag ist er dazu in Kindertagesstätten, Grundschulen und bei Elternabenden präsent. Eine ganze Armada an Handpuppen hilft ihm dabei. So auch gestern: So lernten die
Kinder, wie Dornröschen, Schneewittchen oder die sieben Geißlein schwer wiegende Fehler begehen, das tapfere Schneiderlein dagegen Vorbild sein kann. Steffen Claus hielt die Kinder dazu an, Verbote zu beachten, nie mit jemandem mitzugehen oder mitzufahren, ohne dass die Eltern davon wissen, und bei Gefahr laut „Nein!" zu rufen. Zum Schluss erhielten alle ein Malheft mit Tipps fürs Internet, wo leider auch so manche Gefahr lauert.
Lustige Spiele im Schlosshof sorgten zudem für Kurzweil. „Für unsere Kindertagsveranstaltung hätten wir uns nicht Besseres wünschen können", sagte Schulleiterin Carla Starke und ergänzte: „Die Kinder lernen zum einen das Netzschkauer Schloss kennen, erfahren zum anderen, wie sie sich bei Gefahren im Alltag verhalten sollten, und werden schließlich auch noch zum Lesen animiert. Das schöne Wetter haben wir natürlich extra bestellt."

Freie Presse 03.06.2009 (Text: Gert Betka)



Krimitage im Vogtland

Szenische Lesung im Rittersaal von Schloss Voigtsberg -
Stück spielt in zwei Räumen - Publikum wird einbezogen

Oelsnitz.  Auf Schloss Voigtsberg passierte am Samstagabend ein Mord und 70 Frauen und Männer waren Zeuge, wie er aufgeklärt wurde. Der Mord war natürlich nicht echt, sondern basierte auf der Erzählung von Agatha Christies "Zeugin der Anklage". Die szenische Lesung dazu war eine Veranstaltung während der "Krimitage Vogtland". Sie dauern noch bis zum 13. Juni, und werden vom Förderverein Schloss Netzschlau organisiert.

Nach den "Erotischen Märchen", die vor einem Monat an gleicher Stelle vorgetragen wurden, kam auch diese Kriminalgeschichte bei den Besuchern gut an. Was Eva-Maria Müller von der Stadtmarketing und Tourismus GmbH freute. Sie kündigte deshalb weitere Lesungen an. "Zeugin der Anklage" gibt es auch als Film, in dem Charles Laughton und Marlene Dietrich die Hauptrollen spielen. Wer ihn kannte, kannte also auch den Inhalt. Und wer nicht, der ließ sich von der in sich verschachtelten Geschichte überraschen. Beide Klientel wurden überrascht, denn zum einen fand die Lesung in zwei Räumen statt, was ungewöhnlich ist, und zum anderen wurde das Publikum mit einbezogen. Zwei Besucher wurden dafür mit einem kleinen Preis belohnt. Gekonnt gestalten die Schauspieler Polina Bachmann, Angelika Koppmann, Peter Kampschulte, Ralf Hocke und Thomas Schindler die szenische Lesung.


Stimmen

Sabine Schmidt, Berlin:  Mir hat es gefallen, ich mag Krimis. Gut fand ich, dass das Publikum miteinbezogen wurde und die Vorstellung in zwei Räumen stattfand. Und dass ich auch noch das Buch "Mords-Sachsen" gewonnen habe, ist eine zusätzliche Überraschung. Ich stamme nämlich aus Dresden - das passt doch.

Diana Steiniger, Oelsnitz:  Ich bin Krimi-Fan. Obwohl Agatha Christie nicht so mein Fall ist, hat es mir gefallen. Ich dachte, es ist heute Abend nur eine Lesung, dabei war schon fast ein Theaterstück.

Manuela Sittig, Klingenthal:  Das Stück wurde gut gespielt, es passte auch ins Schloss. Mich hat überrascht, wie die Geschichte ausgegangen ist. Ich hatte eigentlich die Frau in Verdacht.

Freie Presse 19.05.2009 (Text: Eckhard Sommer)



Bundesminister gerät auf Gartenschau in Krimispiel

„Ausgetickt im Grünen": Rettungswagen rasen - Person regungslos am Raumbach-Ufer - Schauspieler ermitteln zur Freude der Zuschauer

Reichenbach. Die Vogtländischen Krimi-Tage auf der Landesgartenschau: spannend und spektakulär. Ein Rettungswagen mit Blaulicht raste am Freitag heran. Eine Gruppe Schaulustiger sammelte sich um einen regungslos am Raumbach-Ufer liegenden Mann. Zwei in Schutzanzüge gekleidete Damen der Spurensicherung haben ein Absperrband und ein Ermittler den Umstehenden neugierige Fragen gestellt.
„Ausgetickt im Grünen", hieß das Krimi-Mitmach-Spiel, an dem sich fast 50 Krimifreunde und Schaulustige beteiligten. Sie kamen aus dem Vogtland, aber auch aus Bayreuth wie Sonja Muche, die sich den Termin extra ausgewählt hatte und mit ihrem Freund voller Spannung auf den Lauf der Dinge wartete.
Ein Krimi-Spiel, geschrieben für die Gartenschau, das dürfte es zuvor bei keiner derartigen Veranstaltung gegeben haben. Da ist sich Mitarbeiterin Anja Dehmel sicher. Grundlage war ein Kurzkrimi der Rodewischer Autorin Maren Schwarz, das Schreiben des Drehbuches und die Organisation übernahmen Carsten und Petra Steps. Wichtigste Person im Spiel war der von Peter Kampschulte (Theater Hof) verkörperte Ermittler. Der Kommissar begleitete die Mitmach-Gruppe, befragte Zeugen und Verdächtige, sprach mit Gästen, Darstellern und Passanten. Er führte die Gruppe vom Tatort, wo der verletzte Präsident einer fiktiven Veranstaltungsgesellschaft (Udo Petschke) gefunden worden war, bis zur Auflösung des Spiels im Wasserwerk.
Die Mitglieder des DRK-Ortsvereins Lengenfeld, waren echt: Sie hatten für das Spiel ein Krankentransport-Fahrzeug benutzt. Als weitere Spielorte dienten die Mustergrabanlage, bei der sich die Witwe des Präsidenten (Maren Schwarz) aufhielt und der Pink Pool, wo Miss Apfelblüte (Anke Baaße) in einem Strandkorb ruhte. Unterwegs trafen die Mitspieler auf den Pathologen (Florian Steps) und auf die Spurensicherung (Nadja Spitzner und Liv Rüger). Vorletzte Station war der Platz vor der Kirche, an dem sich gerade auch der ebenfalls echte Bundesminister Thomas de Maiziere (CDU) aufhielt. „Als das Martinshorn ertönte, war ich ganz schön erschrocken, aber dann fiel mir ein, dass alles nur Spiel ist", sagte Reichenbachs Oberbürgermeister Dieter Kießling (CDU), der den Gast begleitete.
Die Akteure bekamen jede Menge Applaus. Peter Kampschulte hatte gesagt, dass es vor dem Spiel noch nicht einmal eine Probe gegeben hatte, bei der alle zusammentrafen. Er hatte unterwegs ständig improvisiert und die Gäste bei Laune gehalten. Gäste fragten, wann es wieder so ein Spiel gibt. „Der Aufwand dafür ist sehr hoch, deshalb haben wir zurzeit keine Wiederholung geplant", so Carsten Steps.

Freie Presse 19.05.2009



Echtes Blut fließt erst nach den Krimitagen

Spender dürfen im Netzschkauer Schloss mit ihren
Familien kostenlos Sonderausstellungen ansehen

Reichenbach. Wenn die Krimiautoren und Gäste des „Mordsspektakels" der Vogtländischen Krimitage das Netzschkauer Schloss verlassen haben, wird in dem Gemäuer echtes Blut fließen. Am 14. Juni findet dort eine Blutspendeaktion anlässlich des fünften Weltblutspendetages statt. Die Aktion läuft zwischen 12 und 17 Uhr. Das Schloss erschien uns vor allem gleich nach den Krimitagen passend", so Antje Dombrowski, Sprecherin des DRK-Blut-spendedienstes.
„Die Spuren der Krimitage werden noch sichtbar sein, dazu noch einiges an zusätzlicher Dekoration. Jeder Spender darf die Sonderausstellungen kostenlos besichtigen", verriet Volker Steps. Der Vorsitzende des Fördervereins Schloss Netzschkau lädt auch die Familien der Spender ins Schloss ein. Dort gibt es verschiedene Aktionen für Kinder, zum Beispiel Gruselschminken für kleine Vampire und Geister,
Bastelangebote, Rätsel, Spiele und natürlich jede Menge Preise. Mit etwas Glück geben sich sogar der frühere Schlossherr Carol Bose und seine Frau Gemahlin die Ehre.
2008 fanden im Kreis Reichenbach 58 Blutspendetermine statt, die von 2998 Bürgern genutzt wurden. 223 Personen mussten wegen gesundheitlicher Bedenken zurückgestellt werden. Unter den Freiwilligen befanden sich 263 Erstspender, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 89 bedeutet.

Freie Presse 15.05.2009



Nicht nur Preise gewonnen

Sieger des Zeichenwettbewerbes ausgezeichnet -
Selbstbewusstsein wird gefördert

Netzschkau. Voller Spannung haben am Mittwochnachmittag die Teilnehmer am Mal- und Zeichenwettbewerb der Mittelschulen auf die Preisverleihung gewartet. Dazu waren sie mit Kunsterziehern, anderen Pädagogen oder Eltern ins Netzschkauer Schloss gekommen. Am Mal- und Zeichenwettbewerb unter dem Thema „Dem Abenteuer auf der Spur" hatten sich sieben Schulen mit etwa 150 Arbeiten beteiligt. Sie wurden in den Kategorien 5. bis 7. Klasse und 8. bis 10. Klasse von einer Jury aus Pädagogen, Mitgliedern und Mitarbeitern des Fördervereins sowie dem Mylauer Trickfilmzeichner und Karikaturisten Jörg Halsema bewertet.
Die ersten Preise gingen an Sarah Glowatzky (Mittelschule Neumark) und Vanessa Steiniger (Seminarschule Auerbach). Vanessa war ganz aus dem Häuschen. „Ich habe noch nie bei einem Wettbewerb mitgemacht, und dann gleich der erste Preis", freute sie sich. Sarah Glowatzky will ihre Zeichnung bei der Bewerbungsmappe für das Berufsschulzentrum Erich-Ohser-Plauen' verwenden. Bei der Käthe-Kollwitz-Mittelschule Crimmitschau scheint der Name der berühmten Künstlerin Programm zu sein. Die eingereichten Arbeiten wurden mit dem Schulpreis im Wert von 100 Euro bedacht. Maria Tetzner landete auf dem zweiten Platz, Jenifer Meier und Jasmin Schmidt bekamen dritte Plätze zuerkannt. Der zweite Platz bei den großen Schülern ging an Pascal Kaiser von der Mittelschule Netzschkau. Weitere Preise gingen an Luisa Woelki (Pausa), Mui Hoang Hien, Patrick Merkel '(beide Netzschkau) und Jakob Palmer (Neumark). Schüler der neunten Klasse aus Netzschkau und der zehnten Klassen aus Lengenfeld dürfen sich über einen Gruppenpreis freuen. Auf einen Sonderpreis einigte sich die Jury für die Arbeiten der Schule für Lernförderung „Käthe Kollwitz" Plauen.
Vor der Übergabe der Preise in den verschiedenen Kategorien gestaltete die Illustratorin und Man-ga-Zeichnerin Nadia Enis aus Leipzig einen Mitmach-Work-Shop, bei dem sie grundlegende Einblicke in , die Manga-Kunst gab.
Der Wettbewerb ist Bestandteil der Vogtländischen Krimitage, obwohl das Thema auf den ersten Blick nichts mit Krimi zu tun hat. Der Förderverein ging bei der Ausschreibung von der Überlegung aus, dass Krimi eng verbunden mit Kriminalität ist. Deshalb bietet der Förderverein schon seit mehreren Jahren Veranstaltungen für Schüler an, die mit Prävention, Selbstbewusstsein und Kreativität zu tun haben. Kinder und Jugendliche sollen so bessere Chancen im Leben haben.

Freie Presse 15.05.2009



Mörderische Geschichten auf der Talsperre

Vogtländische Krimitage:
Autor Christoph Krumbiegel lässt sieben Leichen im Wasser entsorgen

Pohl. Mörderisch und kriminell ist es Samstagabend auf dem Dampfer Pohl zugegangen. Zumindest in den Texten von Christoph Krumbiegel. Der Autor und Apotheker aus Treuen las für die 60 Gäste verbrecherische Kurzgeschichten.
Der Krimidampfer war voll besetzt, die Stimmung an Board mörderisch gut. Bei einem guten Tropfen Mörderblut und Chili con Carne mit Mörderbohnen lauschten die Zuhörer der zweistündigen Lesung auf der Talsperre Pohl. Keine Bange: Das Blut im Glas war nur harmloser Tomatensaft.
Die Veranstaltung fand in dieser Form zum ersten Mal im Rahmen der Krimitage Vogtland statt. Der Clou: Eine der mörderischen Geschichte spielte am Veranstaltungsort. Krumbiegels kriminelle Figuren entsorgten in der Erzählung „Kleines totes Meer", erschienen im Krimiband Mords-Sachsen 2, um die sieben Leichen im Naherholungsgebiet Talsperre. Sie bangten zudem um deren Entdeckung, als der Zweckverband im Frühjahr den Wasserspiegel absenkte. Genau wie im Moment.
Das Publikum war köstlich amüsiert, besonders als Sigg und der Schreiners Lothar aus Jocketa einen übergewichtigen Oberfranken versenkten, der bei einem Jagdausflug
in Helmsgrün zuschaden gekommen war. Christoph Krumbiegel erzählt lockerleicht und stets mit einem Augenzwinkern. Somit genau der passende Hörstoff, während man über die Talsperre Pohl ge-schippert wird. Insgesamt las der Hobby-Autor drei Geschichten, zwei davon mit kriminellem Inhalt, während der Dampfer seine Runden in der Abendsonne zog.
Zum Abschluss gab Krumbiegel den Gästen noch ein Gedicht über die Vogtländer und ihre Heimat mit auf den Weg. Die Angst vor erzwungenen Paarreimen war unbegründet, auch dieses amüsante Stück Heimatliebe gelang. Ines Roßbach, beim Zweckverband Talsperre Pohl verantwortlich für das Marketing, kann sich eine Wiederholung der Veranstaltung gut vorstellen.

Freie Presse 26.04.2009 (Text: Nicole Jähn)



Spannend wie ein Krimi

Reichenbach. Die Fernsehjournalistin Birgit von Derschau hat vorgestern Abend in der Begegnungsstätte am Nordhorner Platz in Reichenbach aus ihrem Buch „Der Tote im Teppich" gelesen. Das Buch gibt anhand von Tatsachenberichten Einblick in die Arbeit des Hilfevereins für Opfer von Kriminalität, des Weißen Ringes. Die Fernsehfrau ist unter anderem durch die MDR-Sendung „Kripo live" bekannt geworden, die jeden Sonntag eine Million Zuschauer vor die Schirme lockt.
Wenn Fernsehstars zu ihrem Publikum eingeladen werden, stellen sich die Veranstalter vorher oft bange Fragen: Ist derjenige wirklich so, wie er im Fernsehen auftritt oder vielleicht unnahbar oder gar arrogant? Kommt diejenige auch bei einem Auftritt gut an? Birgit von Derschau hatte im Handumdrehen alle
eventuelle Bedenken zerstreut. Sie las eine Geschichte aus ihrem Buch „Der Tote im Teppich", um anschließend mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Dabei gab sie sich als Journalistin zu erkennen die weniger Wert auf die spektakuläre Inszenierung von Gewalttaten legt, sondern sich oft nach der Sendung noch um die Opfer kümmert. Gemeinsam mit Wolfgang Büscher hat sie das Buch „Lebenslänglich" herausgegeben, dessen Verkauf die Arbeit der Opferorganisation unterstützt.
„Manchmal bringe ich Opfer und den Weißen Ring zusammen. Ich möchte, dass diese Organisation noch bekannter wird. Das Buch soll eine Brücke sein", erklärte sie und stieß damit auf offene Ohren bei Wilfried Wilhelm, der Informationsmaterial  des  Vereins  mitgebracht hatte. Er ist Pressesprecher der Außenstelle Vogtland-Ost, die auch für den Reichenbacher Raum zuständig ist Birgit von Derschau gestattete den Gästen einen Blick hinter die Kulissen, als sie über Recherchen für die Sendung und das Produktionsteam sprach. Auf die Frage, ob es wirklich Leute gibt, die ihre Geheimnummer auf die EC-Karte schreiben, nahm die Wahlberlinerin den Gästen jegliche Illusion. So etwas passiere immer wieder. Sie erklärte zudem, dass ihr jeder zu betreuende Fall am Herzen liege, auch wenn es „nur" ein Handtaschendiebstahl sei. Für die ältere Frau sei es ganz schrecklich, wenn ihr die Geldbörse mit der Rente gestohlen werde. Auch ihr sei schon einmal die Börse abhandengekommen, was aber nur einmal passieren dürfe. Deshalb weise sie wieder darauf hin, dass man Taschen nicht allein lässt, noch dazu, wenn Geld und EC-Karte darin sind - um am Ende ihres Auftrittes die offene Tasche auf einen Stuhl zu stellen und wegzugehen. Wolfgang Rössler aus Weida trieb das zur Bemerkung, dass eben auch den Profis so etwas passieren könne. Er kenne Birgit von Derschau von seiner Beratungstätigkeit in komplizierten Versicherungsfällen und kam zur Lesung nach Reichenbach, „weil ich die Frau lange nicht gesehen habe".
Der Abend in Reichenbach endete für die Fernsehfrau mit einem frisch gezapften Wernesgrüner Bier. „Total lecker", sagte sie dazu. Zur Wahl des gebackenen Altenburger Ziegenkäses meinte sie: „Weil Altenburg doch gleich neben meiner Heimat Schmölln liegt." Gestern brach sie nach Dresden auf, um neue Sendungen von „Kripo live" vorzubereiten. In zwei Wochen wird die 900. Ausgabe über den Bildschirme flimmern.

Freie Presse 24.04.2009



Krimitage: Dampfer bereits voll besetzt

Oelsnitz. Die Veranstaltungsreihe zu den Vogtländischen Krimitagen geht weiter: Der Krimidampfer am Samstag auf der Talsperre Pohl ist bereits ausverkauft. Für die „Mordstafel" im Einrichtungshaus Geipel Theuma mit der Autorin Brigitte Glaser gibt es Plätze auf telefonische Anfrage unter 037463 83546. Die nächsten öffentlichen Veranstaltungen sind das Krimispiel auf der Landesgartenschau in Reichenbach am Freitag, 15. Mai, 16 Uhr und einen Tag später die szenische Lesung des Agatha-Christie-Klassikers „Zeugin der Anklage" mit Schauspielern des Theaters Hof im Schloss Voigtsberg Oelsnitz sowie anschließender Kellerführung. Am Montag ist Einsen-deschluss für den Mal- und Zeichenwettbewerb der Mittelschulen der Region unter dem Motto „Dem Abenteuer auf der Spur".

Freie Presse 23.04.2009



Quotenbringerin ist Tätern auf der Spur

Reichenbach. Jeden Sonntag schalten eine Million Fernsehzuschauer ein, wenn Birgit von Derschau ungelöste Kriminalfälle in der MDR-Sendung "Kripo live" vorstellt. Bereits heute, 19 Uhr, zeigt sie in der Begegnungsstätte Am Nordhorner Platz Reichenbach spektakuläre Verbrechen. Bereits ab 18 Uhr stellt sich der Weiße Ring dort vor. Für diesen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern hat die Fernsehjournalistin mit ihrem Kollegen Wolfgang Büscher das Buch „Lebenslänglich - Vergessene Opfer und die Arbeit des Weißen Rings" herausgegeben.

Freie Presse 22.04.2009



Quotenbringerin ist Tätern auf der Spur

Birgit von Derschau präsentiert in der Begegnungsstätte Am Nordhorner Platz spektakuläre Verbrechen - Seit 1992 Moderatorin von "Kripo live"

Reichenbach. Jeden Sonntag schalten eine Million Fernsehzuschauer zum MDR, wenn Birgit von Derschau ungelöste Kriminalfälle in der Sendung "Kripo live" vorstellt, und das konstant seit 1992. Am Mittwoch, 19 Uhr präsentiert die Quotenbringerin in der Begegnungsstätte Am Nordhorner Platz in Reichenbach spektakuläre Verbrechen, die durch Zuschauerhinweise nach der Sendung aufgeklärt werden konnten. Bereits ab 18 Uhr stellt sich der Weiße Ring vor. Für diesen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern hat die Fernsehjournalistin gemeinsam mit ihrem Kollegen Wolfgang Büscher das Buch „Lebenslänglich - Vergessene Opfer und die Arbeit des Weißen Rings" herausgegeben.
In "Der Tote im Teppich" rekonstruiert sie Tathergänge, die Spurensicherung und -auswertung sowie die polizeiliche Ermittlungsarbeit vor allem jüngerer Fälle. Darüber hinaus erzählt sie Schicksale von Tätern und Opfern. Allen ihren Büchern ist eigen, dass die Autorin noch über die Sendung hinaus recherchiert, die Aufklärung verfolgt und mit Opfern gesprochen hat. Bei ihr endet mit der Sendung nur die fernsehjournalistische Arbeit, nicht das Interesse an den Fällen, den Betroffenen, den Opfern.
Die gebürtige Crimmitschauerin Birgit von Derschau ist seit 1992 Moderatorin der Sendung "Kripo live". Seitdem hat sie über mehr als 6000 Fälle berichtet. Die Mehrzahl davon geschah im Sendegebiet des MDR. Auch vogtländische Tatorte wurden schon häufiger näher beleuchtet, zuletzt ein Raubüberfall auf einen Supermarkt in Netzschkau. Ab und zu reagiert die Wahlberlinerin auch auf Hilferufe aus anderen Regionen Deutschlands. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter verlieh der Fernsehjournalistin die Ehrenmitgliedschaft, der Freistaat Sachsen machte sie zur Ehren-Kriminaloberkommissarin.

Freie Presse 18.04.2009



Dr. Watson ermittelt im Treuener Schlosskeller

Historisches Gebäude erstmals Schauplatz der
Vogtländischen Krimitage - Spannung mit Geschichten von Sherlock Holmes

Treuen. „Guten Abend, meine Name ist Watson. Dr. Watson." Im kühlen, in spärliches Kerzenlicht getauchten Schlosskeller zu Treuen herrschte am Samstagabend Mucksmäuschenstille, als sich ein Herr im schwarzen Anzug, mit Melone und Tabakpfeife ausgerüstet, vorstellte, in einem roten, samtbezogenen Sessel niederließ und sein Büchlein aufschlug. Während der darauf folgenden anderthalb Stunden entführte „Dr. Watson" die Zuhörer in seinen „kriminalistischen Salon" -genauer: in die neblige, ebenso berühmte wie fiktive Londoner Baker Street des zu Ende gehenden 19. Jahrhunderts.
Stephan Reher, Schauspieler, Regisseur, Autor, Entertainer und Sänger aus Dresden, schlüpfte als Ich-Erzähler in die Rolle der Romangestalt Dr. Watson. Anhand einer auf die zitierten Personen abgestimmten, mit einer Prise Humor gewürzten Mimik und Gestik verlieh er den Geschichten rund um den Meisterdetektiv Sherlock Holmes und seinen Freund Dr. Watson Authentizität und Lebendigkeit.
Während sich die erste Geschichte dem Kennenlernen der beiden Hauptfiguren widmete, sorgte in der zweiten, die den Titel „Ein Skandal in Böhmen" trug, kriminalistische Spurensuche mit überraschenden Wendungen für Spannung.
„Diese Gewölbe sind genau das richtige Ambiente, um Krimis vorzulesen", gibt sich Reher fasziniert. Auch die Akustik sei in solch alten Räumen geradezu perfekt. Die von ihm ausgewählten Geschichten gehörten seiner Ansicht nach zu denjenigen, die unbedingt vorgelesen werden müssten, da man nur auf diese Weise mitbekomme, „wie viel Spannung und Zeitkolorit in den Texten steckt." Als stilgerechte Umrahmung seiner Präsentation brachten Flötistin Heike Angermann und Cornelia Ritter auf der Gitarre Passagen klassischer Werke zu Gehör, die von Charles Gounods „Trauermarsch einer Marionette" bis hin zu Humoresken reichten.
Im Vorfeld der Lesung hatte Fördervereinsvorsitzender Ulrich Leipoldt, der das Ereignis gemeinsam mit Petra Steps vom Förderverein Schloss Netzschkau organisierte, zu einer Führung durch die Schlossgemäuer eingeladen. Das Treuener Fachwerkschloss bildete einen von insgesamt zehn Schauplätzen der Vogtländischen Krimitage 2009, die am 13. Juni im Schloss Netzschkau ihren Höhepunkt finden.

Weitere Veranstaltungen
Nächster „Tatzeitpunkt" ist der 22. April, „Tatort" die Reichenbacher Begegnungsstätte am Nordhorner Platz. Dort wird sich um 18 Uhr zunächst der Verein „Weißer Ring" vorstellen und ab 19 Uhr präsentiert Kripo-live-Moderatorin Birgit von Derschau die spannendsten Kriminalfälle. Das Treuener Schloss ist am 23. Mai im Rahmen des Hutzentages geöffnet. Neben einer Ausstellung zur Historie stehen Führungen und eine Einkehr im Schlosskeller auf dem Programm. „Kaspar, Teufel, Pfannekuchen" lautet der Titel einer Vorstellung, die das Hallenser Puppentheater „Märchenteppich" am 30. Mai im Gewölbe gibt.

Freie Presse 14.04.2009 (Text: Sylvia Dienel)



Kriminelles in Schlössern

Lesung in Treuen und Ausstellung in Netzschkau

Treuen/Netzschkau. Das Schloss Treuen verwandelt sich am Samstag, 18 Uhr in „Dr. Watsons kriminellen Salon". Im Rahmen der Krimitage im Vogtland präsentiert dort Stephan Reher, alias Dr. Watson, die aufregendsten Abenteuer an der Seite des berühmten Meisterdetektivs Sherlock Holmes. Reher ist freiberuflicher Regisseur, Autor, Rezitator, Erzähler und Sänger. Zur knisternden britischen Krimi-Spannung gibt es eine Schlossführung, Musik von Cornelia Ritter (Gitarre) und Heike Angermann (Flöte) sowie eine Osterüberraschung.

Im Schloss Netzschkau wird am Donnerstag die Ausstellung „Räuber & Gendarm" eröffnet. Zusammengetragen von Polizeihauptkomissar Steffen Claus aus den Saalekreis, zeigt Wissenswertes rund um Bösewichter und Gesetzeshüter. Zu sehen ist die Ausstellung zu den Schloss-Öffnungszeiten sonnabends und sonntags sowie an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr. Vormerken kann man sich in diesem Zusammenhang schon mal den 13. Juni. An diesem Tag findet die Kriminacht auf Schloss Netzschkau statt. Zu Gast sein werden Klaus Behling, Peter Godazgar, Thomas Kastura, Henner Kotte, Helena Reich, Maren Schwarz und Jörg Seidel.

Freie Presse 09.04.2009 (Text: ike)



Erst die Leiche, dann der Mord

Auftakt für Vogtländische Krirnitage /
13 Veranstaltungen an authentischen Orten geplant

Bad Elster - Ein witziges und spannendes Krimi-Theater-Erlebnis in fünf Akten, kombiniert mit einem mörderisch guten Vier-Gänge-Menü sorgte am vergangenen Freitag für einen spannenden und köstlichen Abend im Königlichen Kurhaus in Bad Elster. Das unterhaltsame mörderische Spektakel unter dem Titel „Erst die Leiche dann der Mord" war zugleich die Auftaktveranstaltung der Vogtländischen Krimitage. Veranstaltet werden diese unter der Regie des Fördervereins Schloss Netzschkau. Bis zum 13. Juni finden dazu 13 Veranstaltungen an zehn authentischen Schauplätzen im Vogtland statt.

Für das Festival der besonderen Art konnte der Verein 24 Krimi-Autoren und Musiker verpflichten. Das mörderische Vergnügen im ausverkauften Elsteraner Kurhaus lockte rund 140 Besucher. Diese konnten selbst entscheiden, im Stück aktiv eine kleine Rolle zu übernehmen oder sich lieber nur als verdeckter Ermittler zu beteiligten.
Eine spannende Handlung präsentierten dazu insgesamt sechs Schauspieler aus Dresden und Leipzig. Unter dem Motto „Krimi total" lud der Veranstalter JM-creative Jörg Meißner zu einem außergewöhnlichen Gesellschaftsspiel für einen unvergesslichen Dinnerparty-Abend voller Intrigen, Spekulationen und Überraschungen ein.

Um den kriminalistischen Spürsinn der Zuschauer ordentlich zu schärfen wurde ein verworrenes Geschehen dargeboten, nachdem die Akteure das Publikum als ehrenwerte Gäste zu einer Preisverleihung des hoch dotierten Gustav von Lauenstein-Erfinderpreises begrüßt hatten. Doch noch ehe zur Preisverleihung geschritten werden konnte, störte eine Leiche die Veranstaltung. Von einem Glas Weißwein vergiftet, gibt der Mord an Julia Klein (Bianka Heuser), der ehemaligen Pferdepflegerin des erst kürzlich bei einem mysteriösen Reitunfall ums Leben gekommenen Gustav von Lauenstein allerhand Rätsel auf. Immerhin geht es bei seinem Erbe um unbeschreiblich viel Geld. Hatte da etwa einer aus Gustavs sonderbaren Familie, einer der trickreichen Erfinder oder gar einer der scheinbar ganz unbescholtenen Gäste im Saal die Finger im Spiel, um an die vielen Millionen zu kommen? Frau von Lauenstein (Ilse Bendin) beschließt mit Tochter Sarah (Kristin Kuhnert) und Sohn Frederic (Johannes Gärtner) die Leiche verschwinden zu lassen. Doch Butler Cornelius Schmidt (Peter Anders) wurde von einem Zeugen beobachtet, wie er die Leiche in der Weißen Elster versenkt.


Zwischen Suppe und Hauptgericht mit Spezialitäten aus der Küche des Feinschmeckerrestaurants „Callas" ermittelte Kommissar Fischer (Christian Härtig) im mysteriösen Fall, der immer komplizierter wird, nachdem Julia Klein plötzlich lebendig wieder auftaucht und stattdessen ihre Zwillingsschwester ermordet wurde.
Indessen der Kommissar nahezu jeden der Beteiligten verdächtigt, nachdem er auch noch ein pikantes Testament verlesen hatte, durften auch die Zuschauer im Krimifieber rätseln, wer mit welchem stichhaltigen Motiv wohl den Mord begangen hat. Bevor pünktlich zum Dessert auch die Lösung serviert wurde, fanden an den Tischen rege Diskussionen statt, lockte doch auch ein edler kleiner Gewinn mit köstlicher Note die zahlreichen Tatort-Kommissare. Auch war gefragt, mit welcher besonders außergewöhnlichen Erfindung die Krimiliebhaber sich um den begehrten Gustav von Lauenstein-Preis bewerben möchten.

So gab es dann zum guten Schluss ebenso wie für das heitere Stück auch jede Menge Applaus für eine der humorvollsten Lösungen aus den Reihen des Publikum, dass natürlich der Weißwein die Julia vergiftet hätte und außerdem für ganz delikate Erfindungen, wie zum Beispiel waschbares Toilettenpapier und selbststehende Kondome.

Vogtland Anzeiger 09.04.2009 (Text: Steffen Adler)



Bei einem mörderischem Vergnügen werden die Besucher zu Schauspielern

140 Gäste erleben Krimi-Dinner "Erst die Leiche, dann der Mord"
im Kurhaus Bad Elster - Restaurant Callas serviert
zu der Theater-Show in fünf Akten das passende Menü

Bad Elster. Spannung, Unterhaltung und Gaumenfreuden bekamen knapp 140 Besucher am Freitag im Kurhaus geboten. Die Dresdener Krimi-Agentur JMcreative präsentierte mit der Kriminalkomödie "Erst die Leiche, dann der Mord" eine Theater-Show in fünf Akten. Sie war gewürzt mit einem lukullischen Vier-Gänge-Menü, das das Restaurant Callas servierte.

Seit 2004 und "Der Duft des Mordes" hat Jörg Meißner aus Dresden Spiele und Shows entwickelt, die sich mit "Spielen wird zum Event" überschreiben lassen. Der Schwerpunkt liegt bei Krimis. Meißner ist es wichtig, dass das Publikum in das Spiel unmittelbar einbezogen wird und das Geschehen hautnah erlebt. Die jeweilige Tischbesetzung ist am Rollenspiel beteiligt und bildet ein Kriminalistenteam.

Bei "Erst die Leiche, dann der Mord" verleiht die Familie des verstorbenen Gustav von Lauenstein, Erfinder des All-inclusive-Urlaubs, einen mit einer Million Euro dotierten
Erfinderpreis. Leider wird die Zeremonie getrübt durch den Tod der ungewollten Miterbin Julia Klein (gespielt von Bianca Heuser). Wer sie vergiftet hat, muss Kommissar Fischer (Christian Härtig) klären - mit Hilfe des Publikums. War es etwa die Witwe (Ilse Bendin), der Sohn (Johannes Gärtner), die Tochter (Kristin Kuhnert) oder der Privatsekretär (Peter Anders)? Oder ist der Mörder vielleicht gar jemand aus dem Publikum?

Die Handlung war spannend, verwirrend, witzig und auf jeden Fall mörderisch unterhaltsam. Das Stück wurde von vier Gängen des phantasievollen Menüs unterbrochen - eine willkommene Denkpause. So gab es skrupelloses Tiramisu, aalglatte Möhrchen oder unschuldige Himbeertörtchen. (eso)

 

Stimmen

Christina Koall, Auerbach: Ich lese gerne Krimis und schaue sie mir auch im Fernsehen an. Aber das hier ist ganz anders, die Atmosphäre ist ganz besonders. Ich habe davon gelesen und wollte mir die Vorstellung unbedingt ansehen. Gut finde ich, dass die Besucher die ganze Zeit über so direkt einbezogen werden. Man ist mittendrin im Stück.

Ines Hofmann, Greiz: Eigentlich hatte ich etwas anderes erwartet, dass der Rahmen kleiner ist. Aber trotzdem bin ich nicht enttäuscht, denn das Stück ist spannend und man muss mitraten, wer denn nun der Mörder war. Das Essen war auch sehr gut.

Katrin Neubert und Otto Müller, Plauen: So eine Aufführung haben wir schon mal gesehen, und das hat uns als Krimifans gut gefallen. Das ist doch noch etwas anderes als ein Film oder eine Vorstellung im Theater, weil das Publikum immer wieder miteinbezogen wird. Dadurch wird alles noch spannender und man selbst zum Mitdenken angeregt.


Eine tragende Rolle kam Besucher Jörg Weber (links) aus Markneukirchen
am Freitag beim Krimi-Dinner "Erst die Leiche, dann der Mord" im Kurhaus Bad Elster zu. Er durfte die vergiftete Erbin Julia Klein (gespielt von Bianca Heuser) mit beiseite schaffen.

Freie Presse 07.04.2009 (Text: eso)



Literarisch und kulinarisch

Italienischer Autor liest am Samstag in Rodewischer Restaurant

Rodewisch. Aktueller könnte das Thema nicht sein: Ein groß angelegter Finanzbetrug ist Thema des neuesten Romans von Claudio Michele Mancini, „Mala Vita" (erschienen im Februar dieses Jahres). Dass es in der Geschichte auch um illegale Geschäfte der Mafia geht, macht die Sache noch spannender. Aus seinem Buch liest der Autor am Samstag, 19 Uhr im Restaurant BAV Italia, Straße der Jugend 30, in Rodewisch. Es ist eine der ersten Veranstaltungen der Krimitage im Vogtland. Neben der literarischen Kost wird den Besuchern ein italienisches Büfett versprochen.
Claudio M. Mancini wurde kurz nach Kriegsende als Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters geboren und wuchs in der Provinz Verbania am Lago Maggiore auf. 1964 machte er auf einer Klosterschule sein Abitur, studierte in München Psychologie und arbeitete danach als Dozent und Untemehmensberater in Frankreich, Italien, Deutschland und den USA. 2006 erschien Infamita, sein erster Roman, bei Ullstein. Mancini lebt heute in einem kleinen Dorf in der Franche Comte, im Osten Frankreichs.
Musikalisch umrahmt wird die Lesung von Maren Kroll (Gesang) und Andreas Wolter (Klavier). Für die Veranstaltung gibt es noch Karten in den Geschäftsstellen der „Freien Presse" in Auerbach und Reichenbach. (ike)

Freie Presse 02.04.2009 (Text: ike)



Nicht immer war's der Gärtner

Netzschkau (rw). Im sächsischen Vogtland brechen kriminelle Zeiten an. Grund: Der Förderverein Schloss Netzschkau hat die Krimitage Vogtland ausgerufen So begeben sich Autoren und Krimi-Experten vom 3.
April bis 13. Juni auf die Spur von Räubern und Verbrechern Projekt-Verantwortliche Petra Steps: „Es können Krimi-Veranstaltungen an besonderen Orten erlebt werden. Erstmals gibt es einen Krimidampfer auf der Talsperre Pohl." In das Projekt sind viele engagierte Leute integriert. Zum Tatort werden unter anderem die Schlösser in Oelsnitz, Treuen und Netzschkau. „Extra für die Landesgartenschau in Reichenbach wurde ein Mit-mach-Krimi geschrieben." Die Auftakt-Lesung „Die Mafia und Italia" übernimmt Claudio Mancini diesen Samstag ab 19 Uhr bei BAV Italia in Rodewisch. Für knisternde Spannung sorgt Dr. Stephan Reher dann am 11. April, 18 Uhr im Schloss Treuen. Mit dem Saisonstart am 10. April auf Schloss Netzschkau öffnet die Ausstellung "Räuber und Gendarm". Polizeihauptkommissar Steffen Claus gestaltet in den alt ehrwürdigen Räumen eine Schau rund um Bösewichter und Gesetzeshüter. Karten für die Krimitage gibt's bei den jeweiligen Veranstaltern.

 

Blick 01.04.2009 (Text & Bild: Ralf Wendland)



Krimi-Lesungen bieten Spannung

Mafiöses am 3. April in Rodewisch - Britisches am 11. April in Treuen

Auerbach. Gleich zum Auftakt der Krimitage im Vogtland gibt es am 3. und 4. April mit zwei Veranstaltungen in Bad Elster und Rodewisch Abende, die Spannung und Genuss in einem bieten. „Erst die Leiche, dann der Mord" heißt es am 3. April zum Dinner in vier Gängen in Bad Elster. Über die Mafia und Italia kann man am 4. April, 19 Uhr im Rodewischer Restaurant BAV Italia sinnieren.

„Die Mafia & Italia" bietet italienische Atmosphäre mit dem Autor Claudio Mancini. Mancini kann sehr lebhaft und anschaulich aus dem eigenen Leben und dem Milieu der ehrenwerten Gesellschaft erzählen. In seinem neuesten Werk „Mala Vita" (erschienen im Februar dieses Jahres), beschreibt er die mafiosen Geldverschiebungen in karibische Steueroasen des Mafia-Paten Romano Grasso. Während Mancini aus seinem Buch liest, kann man sich am italienischen Gourmet-Büfett bedienen, und Sonja Walter und Andreas Wolter umrahmen die Veranstaltung musikalisch.

Eine Woche später, am 11. April geht es im Treuener Schloss auf Spurensuche in „Dr. Watsons krimineller Salon". Stephan Reher schlüpft in die Rolle von Dr. Watson und erzählt Kriminalgeschichten   als   aufregendste Abenteuer an der Seite des berühmtesten Meisterdetektivs aller Zeiten, Sherlock Holmes. Der Abend bietet knisternde britische Krimispannung mit Schlossführung und Musik. Heike Angermann (Flöte) Cornelia Ritter (Gitarre) sorgen für die Umrahmung.

Freie Presse 20.03.2009 (Text: ike)



Nicht immer war's der Gärtner

Zu den Vogtländischen Krimi-Tagen vom 3. April bis 13. Juni 2009 passieren an zwölf verschiedenen Tatorten unglaubliche Dinge. Die Lesungen werden thematisch beherrscht von Mord und Totschlag. Die kriminelle Energie entlädt sich in Schlössern, Restaurants und sogar auf dem Wasser. In knisternder Atmosphäre können die Krimi-Fans rätseln, wer die Bösewichter sind. Im Königlichen Kurhaus Bad Elster dürfen Spürnasen während eines Theaterstückes sogar aktiv werden. Es wird ein mörderisch gutes Dinner mit vier Gängen und fünf Akten geboten. Bei Kerzenschein im stilvollen Ambiente ermitteln die Akteure im Schloss Treuen. Dr. Watson und Meisterdetektiv Sherlock Holmes wollen den Fall gemeinsam lösen. Mit einem Schuss englischen Humors wird's amüsant. Achtung,hier kassiert die Mafia: Im Rodewischer Restaurant „BAVItalia" bleibt es spannend bis zum letzten Cappuccino. Mord an Bord: Es passiert auf dem Fahrgastschiff der Pöhler Talsperren-Flotte - ein mörderisches Spiel auf dem Vogtländischen Meer. Nach zwei Stunden wird wieder angelegt. Auch das Auerbacher Amtsgericht rollt die mysteriösen Fälle der Gesetzesbrecher auf. Allerdings sind die Geschehnisse nicht der Fantasie entsprungen. Der Würger von Plauen und andere authentische Ereignisse sorgten in der Vergangenheit fürviel Aufsehen.

Der besondere Tipp
Selbst bei der Landesgartenschau in Reichenbach ist man den Tätern auf der Spur. In Sachsens grüner Mitte kann sich jeder am Mitmach-Krimi-Spiel beteiligen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.krimitage-vogtland.de oder Telefon: 0177 / 3051990.

Willkommen im Vogtland (Heft 31)



Das Vogtland im Fadenkreuz der Krimitage

Das Vogtland im Fadenkreuz der Krimitage: Unter der Regie des Fördervereins Schloss Netzschkau wurden für das Festival 24 Krimi-Autoren und Musiker verpflichtet.

Foto: VeranstalterNetzschkau. Das wird ein Mords-Spektakel, bei dem es von Leichen nur so wimmelt: Am 3. April starten die Vogtländischen Krimitage. Bis zum 13. Juni werden bei 13 Veranstaltungen an zehn authentischen Schauplätzen im Vogtland Mörder gejagt, Mafia-Killern nachgespürt und bei mordsmäßig leckerem Essen im Kerzenschein der Spurensuche von Dr. Watson & Co gelauscht. Start ist in Bad Elster, Finale im Schloss Netzschkau. Dort findet die vierte Auflage der Kriminacht statt. Der Förderverein des Schlosses hat für das Krimi-Festival den Hut auf.

Mit dem Konzept knüpft Organisatorin Petra Steps an die erfolgreichen Veranstaltungen der vergangenen Jahre an. Die Formel ist so einfach wie originell: Man nehme einen packenden Krimi, suche sich einen außergewöhnlichen zum Thema passenden Veranstaltungsort und ziehe dort einen Abend mit Autorenlesung, Erlebnisgastronomie und musikalischer Umrahmung auf. Veranstaltungen werden in den Schlössern von Netzschkau, Treuen und Oelsnitz organisiert. Das Amtsgericht Auerbach ist wie schon im vergangenen Jahr ebenfalls wieder Schauplatz für eine Veranstaltung.

Zwei Schmankerl werden auf der Talsperre Pöhl und dem Reichenbacher Landegartenschaugelände aufgezogen. Auf der Pöhl sticht ein Krimi-Dampfer in See. Hobby-Autor Christoph Krumbiegel aus Treuen verspricht, ein Geheimnis zu lösen: Gibt es einen Mord an Bord oder sind die Leichen längst in der Talsperre versenkt? Ebenfalls eine Frage schwebt über dem Landesgartenschaugelände: War es wieder der Gärtner? Auf Grundlage eines Krimis der Rodewischerin Maren Schwarz hat Carsten Steps ein Mitmach-Krimi-Spiel entwickelt. 50 Teilnehmer können sich zweieinhalb Stunden auf Spurensuche begeben. Motto: Die Idylle zwischen bunter Blütenpracht und friedlich plätscherndem Raumbach trügt...

Nichts ausgedacht ist dagegen in Reichenbach. Die Moderatorin der MDR-Reihe "Kripo live", Birgit von Derschau, berichtet über spannende Fälle ihrer TV-Fahndung. "Bei dieser Veranstaltung stehen Opfer im Mittelpunkt", so Petra Steps. Service


Karten

Karten für die Kriminacht im Schloss Netzschkau sowie den Vortrag mit Birgit von Derschau in Reichenbach gibt es bei der "Freien Presse". In den Shops in Auerbach und Reichenbach werden darüber hinaus auch Tickets für die Abende in Treuen und Rodewisch verkauft.

www.krimitage-vogtland.de

Freie Presse 12.03.2009 (Text: Tino Beyer)



Eine Leiche

Am 15. Mai werden Krimi-Fans beim Mitmach-Krimi "Ausgetickt im Grünen" mordsmäßig viel Spaß haben.

"Das könnte eine ganz hübsche Sache werden. Dazu muss aber das Wetter stimmen", so Maren Schwarz, die schon eine handvoll Kriminalromane auf den Markt gebracht hat, heuer mit einer Kurzgeschichte in der Anthologie "Mordssachsen 3" vertreten ist und auch den Mitmachkrimi geschrieben hat. Letztere Sache ist eine Veranstaltung innerhalb der "Krimitage Vogtland", deren Träger der Förderverein Schloß Netzschkau - und hiervon Petra Steps die rührige Hauptorganisatorin ist. Noch im vorigen Jahr zogen Petra Steps und die Zwickauerin Claudia Puhlfürst bei den mordsmäßig guten "Ostdeutschen Krimitagen" an einem Strang. Doch dann hat sich ein Haar zwischen die beiden Krimi-Damen gezogen. "Es hat einfach nicht mehr gepasst. Ich bin ein Mensch der Taten. Große Reden schwingen, das liegt mir nicht", begründet Petra Steps - und macht eben 2009 ihr Ding alleine (www.krimitage-vogtland.de). Ebenso Claudia Puhlführst, deren "Tatort" sich in ganz Sachsen abspielen wird. Mit zwei Ausnahmen: In Landwüst und Bad Elster betritt Puhlfürst mit ihrem "Mord-Ost" das Terrain von Petra Steps.

Das kümmere sie nicht, halten doch die "Krimitage Vogtland" 13 abwechslungsreiche Veranstaltungen bereit. "An Vielfalt kaum zu überbieten", schätzt Petra Steps ein. Die Auftakt-Tat geschieht am 3. April im Kurhaus Bad Elster mit einem fünfgängigen Krimi-Diner. Es folgen Veranstaltungen an außergewöhnlichen Tatorten, wie beispielsweise auf einem Dampfer der Pöhl, in den Schlössern Netzschkau und Treuen, der BAV Italia in Rodewisch, im Einrichtungshaus Geipel in Theuma - oder eben im Grünen auf der Laga. Auch einige der "Täter" sind wohlbekannt und nicht ohne: So gelang es, Birgit von Derschau von "Kripo live" nach Reichenbach zu holen oder den Kriminalogen Prof. Hans Girod, der über den "Würger von Plauen" zu berichten weiß. Eine imposante Erscheinung soll der Autor und Halbitaliener Claudio Mancini sein, der genauestens über die Mafia Bescheid weiß, ist doch sein Halbbruder selbst in mafiöse Strukturen auf Sizilien verstrickt. Sebastian Hofmeyer, bekannt als Sauerbratenkönig, wird ein köstliches Menü kreieren - worauf man Gift nehmen kann. "Wir haben einen Haufen neuer Leute ins Boot geholt, wie eben den Schloßförderverein Treuen, das Musikhaus Engelhard aus Lengenfeld. Und an Ideen mangelt es nie", so Petra Steps.

www.krimitage-vogtland.de

Vogtland-Anzeiger 06.03.2009 (Text: Cornelia Henze)


 
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